Eine ehrliche Berichterstattung gibt es nicht mehr

Alice Weidel30.11.2017Gesellschaft & Kultur, Medien

Wer als Bürger noch vollumfassend darüber informiert werden will, was hier im Lande los ist, muss auf eigene Faust Pressemitteilungen der Polizei und Regionalzeitungen nach Hinweisen durchforsten. Eine ehrliche Berichterstattung ist von den großen etablierten Medien nicht zu erwarten.

Es ist schon immer wieder sagenhaft, zu beobachten, wie ein Großteil der Medien in Deutschland arbeitet. Vielleicht sollte man Delikte, bei denen ein Mann mit einem Auto in eine Menschenmenge steuert, künftig gesondert in der Statistik des Bundeskriminalamtes aufführen. Ich würde vermuten, dass sich dort seit 2015 ein Anstieg um mehr als 100% zu verzeichnen ist. Ein Schelm, wer hier einen Zusammenhang zur Massenmigration zieht.

Interessanter ist jedoch vielmehr, dass man seit Anis Amri und den Terroranschlägen in London, Stockholm und Co. in Deutschland dazu übergegangen ist, möglichst unter den Teppich zu kehren, was unter den Teppich zu kehren ist. Wer als Bürger noch vollumfassend darüber informiert werden will, was hier im Lande los ist, muss auf eigene Faust Pressemitteilungen der Polizei und Regionalzeitungen nach Hinweisen durchforsten. Eine ehrliche Berichterstattung ist von den großen etablierten Medien nicht zu erwarten und man fragt sich, weshalb sich immer noch einer über den Vorwurf der „Lückenpresse“ wundert.

In Cuxhaven steuerte gestern laut Süddeutsche und anderen Portalen ein „Auto“ in eine Menschenmenge. Wie immer weiß man nach eigenen Angaben nicht viel über die Hintergründe der Tat, aber einen Terroranschlag könne man auf jeden Fall schon einmal ausschließen. Sucht man nach der dazugehörigen Pressemitteilung der Polizei Cuxhaven, wird indes schnell klar, dass es kein Auto war, welches im Alleingang und ohne ersichtlichen Grund in eine Menschenmenge steuerte, sondern ein 29-jähriger syrischer Asylbewerber. Warum SZ und andere es nicht für nötig halten, die Herkunft des Täters zu erwähnen, erschließt sich mir nicht.

Will man etwa argumentieren, dass es so etwas schon immer gab? Dass auch die Deutschen, wenn sie alkoholisiert sind und sich streiten in Autos steigen und ihre Kontrahenten umfahren? Ich bitte Sie! Die Kneipenprügelei kennt wohl jeder. Menschen, die ohne jegliche Affektkontrolle oder in terroristischer Absicht Autos, Kleintransporter oder Lastkraftwagen in andere Personen steuern, sind hingegen ein völlig neues Phänomen.

Es ist eine Unverschämtheit, dass solche Meldungen unter ferner liefen laufen. Dass man ferner Informationen, die sogar von der Polizei selbst herausgegeben werden, bewusst außenvorlässt und immer wieder betont, dass der Mann alkoholisiert war, hat nichts mehr mit Journalismus zu tun, sondern ist ideologisch begründeter Aktivismus nach dem Motto: Wenn wir es schon nicht verbergen können, biegen wir es zumindest zurecht. So etwas dann auch noch mit Worten wie „Unfall“ zu versehen, schlägt dem Fass den Boden aus.

Egal ob Terroranschlag, religiös bedingte Auseinandersetzung oder schlicht Streit: Diese „Vorfälle“, wie es auch einmal gerne in der Presse heißt, gab es nicht schon immer und das ist auch ganz bestimmt kein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben. Auch wenn der Mann nicht in terroristischer Absicht gehandelt haben soll: Was sind das für „Schutzsuchende“, die ihre Konflikte auf diese Art und Weise lösen? Sind das die Migranten, die Fachkräfte, die Menschen, die wir in unserem Land brauchen?

Ich sage nein. Wer so handelt, hat sein Anrecht auf Schutz verwirkt.

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