Berlin in der Nussschale

von Alexandra Schade28.10.2011Gesellschaft & Kultur, Innenpolitik

Berlins zentraler Platz ist weder schön noch lädt er zum Bleiben ein. Aber man kann echtes Berlin erleben – alle Facetten.

Berlin-Alexanderplatz am Samstagvormittag: Die Menschen strömen zu Hunderten in die Geschäfte, vor der Galeria Kaufhof kann man Fellmützen kaufen, ein Infostand von Büso versucht neue Mitglieder zu gewinnen, unter der S-Bahn-Brücke gibt es Live-Musik, die Grill-Walker nehmen so langsam ihre Arbeit auf, auf dem Platz werden Bierbänke aufgebaut, an der Weltzeituhr demonstriert eine kleine Gruppe von Globalisierungsgegnern, deren Botschaft aber aufgrund der häufig über den Platz fahrenden Straßenbahnen nicht in allzu viele Ohren dringt, Touristen fragen Einheimische, wie man denn von hier am besten zum Fernsehturm komme, der WWF sammelt Spenden, in einem Truck des Roten Kreuzes kann man Blut spenden und auch die härtesten Partymacher schlüpfen nun endlich aus den Clubs heraus ans Tageslicht.

Der Alex ist Berlin in konzentrierter Form

Es lohnt sich, einmal einen Moment innezuhalten, das emsige Treiben zu beobachten und einfach auf sich wirken zu lassen. Ich finde es faszinierend. Der Alex ist für mich Berlin in konzentrierter Form: nicht unbedingt schön, aber hier ist immer was los und ebenso wie die Großstadt Berlin,

KOMMENTARE

MEIST KOMMENTIERT

Dann mach doch die Bluse zu!

Frauen bestehen auf ihrem Recht, sexy zu sein – ganz für sich selbst, natürlich. Darauf reagieren darf Mann nämlich nicht, sonst folgt gleich der nächste #Aufschrei.

Diktatur des Feminismus

Die Frage nach einer Frauenquote ist eine Phantom-Debatte. Junge Frauen wollen ihre Karriere planen und nicht mit den alten Feministinnen mühsam über etwas diskutieren, das für sie keine Relevanz hat.

Rette sich, wer kann

Peter Singer glaubt, im Namen der Ethik die Grenzen des Menschseins neu definieren zu können. Er irrt gewaltig. Wer Grundrechte für Affen fordert und gleichzeitig die Tötung von Neugeborenen verteidigt, ist vor allem eins: verwirrt.

Männer, die auf Busen starren

Wer Sexismus noch nie erlebt hat, kann ihn auch nicht verstehen. Weiße Hetero-Kerle haben leicht reden.

Der Jude war’s

In Berlin wird ein Rabbiner brutal verprügelt, weil er Jude ist. Indes werfen Experten schon die Frage nach dem Warum? auf, die zielsicher zum Juden anstatt zum Antisemiten führt.

Amerika und die deutsche Seelenhygiene

Deutschland kämpft gerne für Toleranz und gegen Hass. Es sei denn, es geht um Amerika. Da macht jeder zweite Deutsche eine Ausnahme und suhlt sich in Amiphobie.

Mobile Sliding Menu