22. September 18:32

Alexander Wallasch22.09.2013Innenpolitik

Dei FDP ist raus, die AfD liefert Demokratie pur, die Grünen werden abgestraft. Was für ein großartiger Wahlabend.

Warum nicht mit Schmackes um 18:32 Uhr: Nennen wir den Tag mal einen großartigen Wahlabend. Und ich kann es begründen: Zunächst mal ist dieser deutschkrustige Wurmfortsatz einer gerechtigkeitsfernen internationalen Neoliberalität, die FDP, mit einem Paukenschlag von der politischen Bühne hinweggefegt worden. Und ich wage mal die Prognose, dass das das politische Ende der FDP sein wird. Gut so: Aufatmen quer durch alle Parteien, quer durch Deutschland.

Machtgeile Fischer-Fratze

Kommen wir zum zweiten aufregenden Ereignis dieser Wahl: der Erfolg der Partei AfD. Aus dem Nichts (ok, mit einem an amerikanische Verhältnisse erinnernden Werbebudget ausgestattet) auf um die fünf Prozent gejumpt, das ist wirklich mal Demokratie live, also der direkte Transport einer Facette des Volkswillens, einer „Hier und Jetzt“-Stimmung möglicherweise sogar ins Parlament.

Im höchsten Maße zufriedenstellend auch diese großartige Schlappe für die Partei der Nachhaltigkeit. Die Grünen haben den Tritt in den … bekommen, an dem sie sich schon so lange vorbeigemogelt haben. Und wenn man direkt nach den ersten Hochrechnungen dann noch mitanhören muss, wie diese Grünen in Gestalt ihrer Spitzenkandidatin weg von Steinbrück rüber zu Merkel schielen, dann wird deutlich, dass sie noch weiter abgestraft werden wollen, wenn sie so offen ihre hässliche machtgeile Fischer-Fratze zeigen.

Große Freude und Genugtuung

Gut, die Linke hat mal wieder alles richtig gemacht, und trotzdem Stimmen verloren, was ganz klar der unübersehbar antidemokratischen Fokussierung der Medien auf die Spitzenkandidaten Merkel/Steinbrück geschuldet ist, aber man ist drittstärkste Kraft in Deutschland geworden! Wenn das kein Grund zum Feiern für die Original-Genossen ist, was dann? Und SPD und Grüne müssen sich nun mehr als je zuvor fragen lassen, wie sie es in Zukunft rechtfertigen, einer gemeinsamen linken Mehrheit immer wieder antidemokratisch eine Absage zu erteilen.

Zum Abschluss dieses 18:32-Uhr-Schnellschusses noch mal zur FDP: Wohl noch nie hat das Ende einer Gewohnheit so wenig wehgetan, wie das faktische Ende der FDP. Eine große Freude und Genugtuung. Wer mag, soll darin sogar gerne ein Zukunftszeichen sehen: Nein, so wenig Gerechtigkeit und so viel Selbstgerechtigkeit wird in Deutschland wohl keine Partei mehr auf sich vereinigen können, ohne dafür bestraft zu werden. Für die FDP war das eine viel zu lange hinausgezögerte Hinrichtung. R.I.P.

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