„Lieber ohne Merkel als ohne CSU“

Alexander Mitsch10.07.2018Politik

“Lieber ohne Merkel als ohne CSU“. Wenn die SPD aber weiter versucht, die Kompromisse innerhalb der Union aufzuweichen und so Lösungen zu blockieren, könnte diese Aussage bald lauten: „Lieber ohne SPD als ohne Einwanderungsbegrenzung“, schreibt Alexander Mitsch.

Ich war noch nie so froh darüber, dass es die CSU gibt, wie in diesen Tagen.

Ihrem Einsatz – unterstützt von immer mehr mutigen Konservativen in der CDU wie der WerteUnion und dem Berliner Kreis – ist es zu verdanken, dass Deutschland nun die Wende in der Asylpolitik eingeleitet hat. Es wurden erste Schritte beschlossen, um den Kontrollverlust an der Grenze zu beenden und die Masseneinwanderung zu begrenzen. Auch wenn es viele nicht wahrhaben wollen: erst durch diesen Aufstand der Aufrechten in Deutschland hat sich endlich auch auf europäischer Ebene etwas getan.
Klar ist, dass wir noch weit entfernt sind von wirklichen Lösungen. Deshalb wird die WerteUnion nicht nachlassen, bis Deutschland endlich eine Asylpolitik hat, wie sie die Mehrheit der Bevölkerung schon lange will. Und wenn es dazu notwendig ist, wieder hart mit den „Grünen“ in der Union zu streiten, dann werden wir dies tun. Notfalls auch noch intensiver, als wir es zuletzt getan haben. Wir stehen inhaltlich voll hinter der CSU und Innenminister Seehofer.

In diesem Zusammenhang fällt mir eine Aussage ein, die in den letzten Tagen in der CDU-Fraktion die Runde machte: „Lieber ohne Merkel als ohne CSU“. Wenn die SPD aber weiter versucht, die Kompromisse innerhalb der Union weiter aufzuweichen und so Lösungen zu blockieren, könnte diese Aussage bald lauten: „Lieber ohne SPD als ohne Einwanderungsbegrenzung“. Denn es muss klar sein, dass der Bestand der Unionsgemeinschaft im Zweifelsfall deutlich wertvoller ist als der Bestand dieser ungeliebten Koalition.

Ich wünsche mir deshalb, dass auch die CSU nicht nachlässt. Sie hilft damit nicht nur Bayern, sie hilft ganz Deutschland.

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