Große Anführer sind fast immer große Meister im Vereinfachen. Colin Powell

Alexander Graf

Alexander Graf

Dr. phil. Alexander Graf beschäftigt sich primär mit der deutschen und österreichischen Geschichte. 2014 promovierte er mit einer Arbeit über die deutschnationale Bewegung in Österreich-Ungarn an der Karl-Franzens-Universität Graz. Zuvor studierte er in Paderborn und Marburg. Seit einigen Jahren schreibt er für verschiedene Print- und Online-Magazine aus dem deutschsprachigen Raum über Themen aus den Bereichen Kultur, Geschichte, Politik und Musik. Er wurde 1983 in Westfalen geboren.

Zuletzt aktualisiert am 29.05.2018

Debatte

Mediale Milde für unmenschliche Mörder?

US-Präsident Donald Trump polarisiert. Ungeachtet der jüngsten Erfolge in der Korea- oder Wirtschaftspolitik: Seit dem extrem polemischen Wahlkampf, der ihn ins Amt brachte, ist er für seine Gegner rassistisch, sexistisch, ekelhaft. Um dieses Bild nicht verblassen zu lassen, liefern große US-Medienanstalten wie CNN oder Zeitungen wie die New York Times beständig Inhalte, die den Hass befeuern.

Debatte

Von der Meuterei zum Frauenwahlrecht?

2018 ist das Jahr der runden Jubiläen: ein Jahr der Vereinnahmung der historischen Ereignisse, die den Jahrestagen zugrundeliegen. Rainer Zitelmann hatte vor einigen Wochen bereits anhand der Beispiele 200 Jahre Marx und 50 Jahre 68-er Bewegung darauf hingewiesen. Mit dem Matrosenaufstand vom November 1918 in Kiel wirft ein weiteres Ereignis schon seinen erinnerungspolitischen Schatten voraus.

Debatte

Rivers of blood

Es gibt Reden, die Jahrzehnte später wie düstere Vorhersagen wirken, die mit einer erschreckenden Genauigkeit eingetroffen sind. Dieser Vorgang ist umso schockierender, wenn es sich bei den prognostizierten Ereignissen um Entwicklungen handelt, die bislang beispiellos waren in der Geschichte. Was Enoch Powell sagte, lässt uns Heutige vor Entsetzen den Atem anhalten.

Debatte

Hurra, sie stricken noch!

Jahrestage von politischen Ereignissen haben es an sich, dass man sich wahlweise freudig oder in gedrückter Stimmung an die Vergangenheit erinnert. Ist das Ereignis ein parteipolitisches, so verläuft die Differenzierung zwischen froh und verärgert zumeist entlang der Trennlinie von Anhängern und Gegnern. So ist es auch im Fall des 29. März 1983, als die Grünen erstmals in den Bundestag einzogen.

Debatte

Nazi-Schlagzeilen gehen immer!

Wenn sich hierzulande in den Redaktionsstuben Langeweile einstellt, kennt man ein sicheres Mittel, für Aufmerksamkeit beim Leser zu sorgen. Einfach irgendwas mit „Nazi“ oder gleich „Hitler“ selbst in die Titelzeile und ab geht die Post. Fakten stören da schlimmstenfalls und werden lieber gleich geändert oder ignoriert.

Debatte

Gezerre um die Weiße Rose

Manche Gedenktage verbinden sich mit scheinbar unvermeidlichen Ritualen. Die Erinnerung an den Widerstand der Weißen Rose, deren Mitglieder Hans und Sophie Scholl sowie Christoph Probst vor 75 Jahren, am 22. Februar 1943, gehenkt wurden, gehört dazu. War die Gruppe nach 1945 zunächst bewusst entpolitisiert worden, tobt nun ein Vereinnahmungskampf zwischen Links und Rechts um sie.

Debatte

Ein Liederbuch als Stolperstein für ein ganzes Milieu

Antisemitisches Liedgut im Gesangbuch der pennalen Burschenschaft – das ist widerwärtig, aber das ist keine Staatsaffäre. Anders bei der Germania zu Wiener Neustadt. Denn der ehemalige Spitzenkandidat der FPÖ Niederösterreich, Udo Landbauer, war hier Mitglied, ja, sogar verantwortlicher Vorstand. Nun musste sogar Bundeskanzler Sebastian Kurz eingreifen.

Debatte

Von Ablenkungsmanövern und Denkverboten

Der Erste Weltkrieg lässt uns nicht los. Die Überprüfung der Ereignisse in Belgien 1914 und eine mögliche Neubewertung sollte nicht für den Tagesgebrauch politischer Interessen instrumentalisiert werden. Dass aktuelle Forschungsdiskussionen gleich Eingang in den politischen Betrieb halten und so zu Waffen im Meinungskampf um handfeste Interessen werden, kann nur als unglücklich bezeichnet werden.

Debatte

Nötige Entgegnung auf einen unnötig polemischen Beitrag

In der Geschichtswissenschaft wird umso erbitterter um Inhalte gerungen, je mehr damit liebgewonnene Vorstellungen verknüpft sind. Umso lebhafter ist es zu begrüßen, wenn sich doch immer wieder Historiker finden, die es wagen, neue Perspektiven zu eröffnen, sich Themenkomplexen aus bisher unbeachteten Blickwinkeln zu nähern und so verblüffende oder gar verstörende Erkenntnisse zutage fördern.

Debatte

Liberale Sehnsucht nach Jamaika?

Auch knapp drei Monate nach der Bundestagswahl steht die Bundesrepublik ohne funktionsfähige Regierung da. Nach dem Abbruch der Gespräche zwischen CDU/CSU, FDP und Grünen bemühen sich die einzelnen Parteien darum, einen Weg zu finden, in neuen Konstellationen wieder an den Verhandlungstisch zu kommen. Auch die SPD mischt mit. Interessanter ist jedoch, was die Liberalen machen.

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