Atom-Achsen sind böse

Alexander Görlach3.03.2010Gesellschaft & Kultur, Medien, Politik, Wirtschaft

Während die alten Atommächte ihre Arsenale räumen wollen, träumen böse Staaten und dämonische Schurken vom ultimativen atomaren Schlag gegen ihre Gegner. Iran ist böse, Nordkorea ist böse, die islamistischen Terroristen sind böse. Wir müssen alles tun, um zu verhindern, dass sie an funktionstüchtige Atomwaffen gelangen. Alles.

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Erinnern Sie sich an den Film “The Day After”? Es war eine amerikanische Antiatomkriegs-Produktion. Ein Kinostreifen, der die apokalyptischen Auswirkungen einer mit Atombomben geführten Auseinandersetzung zwischen den USA und der UdSSR eindrucksvoll zeigt. Wer den Film gesehen hat, den schüttelte die nackte Angst. Ich erinnere mich noch gut an den Film und die Angst. Die Furcht war real: Wir wussten, dass im Falle eines Atomkrieges Deutschland das Schlachtfeld oder das Ersatzschlachtfeld sein würde. Diese Bedrohung ist gewichen, und die Überlegungen, die jetzt in Washington diskutiert werden, uns von den letzten Relikten dieser grausamen, kalten Zeit, den in Deutschland stationierten Atomwaffen, zu befreien, erinnern uns zurück und sagen: Gott sei Dank ist das vorbei!

George W. Bush hatte recht

Fürchten müssen wir uns vor denen, die heute noch – in der Ära nach der atomaren Auf- und Abrüstung – unbedingt Atomwaffen besitzen wollen. Die Friedensordnung unseres Planeten, bitte verzeihen Sie das Pathos, steht dabei auf dem Spiel. Iran darf nicht mit Uran spielen, Nordkorea auch nicht. Den Herrschern dieser Länder ist nicht zu trauen, es sind Schurken. Die internationale Gemeinschaft darf sich nicht an der Nase herumführen lassen. Der Iran versetzt sich gerade in die Lage, den Nahen und Mittleren Osten in Brand zu stecken. Das Steinzeitregime in Pjöngjang wird, einmal aufgerüstet, zu einer Bedrohung für China und die ganze Region. So despotisch und unerträglich George W. Bush war, das Wort von der Achse des Bösen trifft voll zu. Wir müssen die, die uns regieren, bitten zu verhindern, dass Iran und Nordkorea zu einer solchen globalen Bedrohung werden, gerne wieder im Bonner Hofgarten und auf all den Alleen und Avenuen der friedlichen Welt. Wir werden – leider – zu den Waffen greifen müssen, um den mühsam erarbeiteten Frieden zu erhalten. Werden der Iran und Nordkorea uns in Grund und Boden bomben? Wohl kaum – aber wir bleiben auf ewig erpressbar.

Für die einen ist es eine Sünde, für die anderen eine heilige Pflicht

Die noch größere Gefahr sind die schmutzigen Bomben. Atomwaffenfähiges Material ist schon in den Händen islamistischer Terroristen. Wir müssen unseren Staat, die Menschen in den ebenfalls bedrohten Ländern müssen in einem geordneten, doppelt und dreifach kontrolliert und abgesicherten Verfahren ihre Regierungen ermächtigen, mit allen Mitteln zu verhindern, dass wir Opfer eines Anschlags mit einer schmutzigen Bombe werden. Aber Drahtzieher und potenzielle Täter sitzen auf einer Achse, die von Somalia über den Jemen bis ins Grenzgebiet von Pakistan und Afghanistan reicht. Wir sind schon ins Visier genommen. Die, die zuerst die Bombe gezündet haben, haben bekannt, dass sie als Naturwissenschaftler zum ersten Mal erfahren hätten, was die Sünde ist. Für die, die uns im Namen Allahs bedrohen, ist ein Anschlag mit einer Atombombe heilige Pflicht. Diese Achse ist unsichtbar.

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