Eine schöne Vorstellung

Alexander Görlach22.08.2013Gesellschaft & Kultur, Wirtschaft

Wenn Start-ups aus dem Netz in die Fußgängerzonen wechseln, ist das nicht nur Marketing. Auch die Städte können profitieren.

Können Sie sich ein Zalando-Geschäft in Ihrer Innenstadt vorstellen? Wieso eigentlich nicht? Nach mehreren Werbe-Initiativen mit zum Teil sehr gut gemachten und brüllend komischen Spots gehört die Marke zu den bekanntesten in Deutschland. Der Online-Händler, der mit den Kosten der Retour-Sendungen seiner Kunden kämpft, könnte mit seiner Marke punkten und die Menschen von den Rechnern in die Geschäfte ziehen.

Online geht offline

Szenenwechsel: Der Frühstücksnahrungslieferant („mit Liebe“) mymuesli hat vor einiger Zeit begonnen, Shops einzurichten. So finden sich im Süden der Republik, beispielsweise am Münchener Viktualienmarkt, Geschäfte, über deren Schaufenstern das aus dem Internet bekannte Logo prangt. Vom Internet in den Offline-Betrieb, klassisch in ein Geschäft ziehen.

Das wäre vor einigen Jahren führenden Köpfen der Start-up-Industrie nicht in den Sinn gekommen. Das Einkaufen im Netz hat doch gerade den Vorteil, ohne präsentierende Ladenfläche auskommen zu können. Zudem wurde die Darstellungsweise im Netz, beispielsweise im Bereich Mode, immer besser.

Gegen die Verödung

Der Shop ist Marketing. Er dient der Kundenbindung. Man kann dort noch einmal in anderer Weise zeigen, was man digital so treibt. Nicht zuletzt ist The European vor nun fast genau einem Jahr auch aus dem Internet in die gedruckte Welt gegangen. Wenn online die Zielgruppe erreicht und bedient ist, warum dann nicht offline wachsen? Was für Müsli und ein Debatten-Magazin gilt, ist auch für andere Produkte eine gute Option. Einen Vorteil hat es auf jeden Fall: Die Online-Industrie, die offline geht, wird ein wichtiger Akteur gegen die Verödung unserer Innenstädte.

Dort stehen zum einen immer mehr Flächen leer, zum anderen sind die Flächen, die noch besetzt sind, von den immer gleichen Akteuren besetzt. Eine Innenstadt gleicht der anderen. Wie vielfältig Zentren und Altstädte aussehen würden, wenn die verschiedensten Konzepte offline gingen – eine schöne Vorstellung.

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