Das System ist kaputt. Kumi Naidoo

Aleksandra Sowa

Aleksandra Sowa

Aleksandra Sowa leitete zusammen mit dem deutschen Kryptologen Hans Dobbertin das Horst-​​Görtz-​​Institut für Sicherheit in der Informationstechnik. Sie ist Autorin diverser Bücher und Fachpublikationen, Mitglied des legendären Virtuellen Ortsvereins (VOV) der SPD und aktuell für einen Telekommunikationskonzern tätig. In dieser Kolumne äußert sie ihre private Meinung.

Zuletzt aktualisiert am 24.05.2018

Kolumne

  • Zuerst „Honest Shanghai“, dann das Social Credit System, das spätestens 2020 in ganz China eingeführt werden sollte. Die Empörung der westlichen Demokratien über die digitale Ausweitung des Überwachungsstaates ist groß, doch: Können sie sich der globalen Wirkung des Bewertungssystems wirklich entziehen? Und sind solche Systeme in den westlichen Demokratien nicht schon längst gelebte Praxis?

Kolumne

  • Das neue Datenschutzgesetz sollte die Sammelwut der Konzerne eindämmen und dem Bürger wieder mehr Macht über seine Daten geben. Es existiert jedoch bis dato nur auf dem Papier, während Unternehmen der Politik immer bessere Argumente vorlegen, warum nicht weniger, sondern sogar noch mehr Daten gesammelt werden sollten. Datenschutzrechtliche Bedenken? Nope.

Kolumne

  • Die drei Robotergesetze kennt fast jeder. Oder hat wenigstens schon davon gehört. Leider hat ihr Schöpfer nicht gesagt, wie solche Vorgaben verbindlich zu machen sind. Inzwischen streben Roboter nach politischen Ämtern und treffen für Menschen Entscheidungen. Gültige Robotergesetze gibt es aber immer noch nicht. Eventuell kann die vom Bundestag kürzlich gegründete KI-Enquete Abhilfe schaffen.

Kolumne

  • An deutschen Postschaltern hat die Kundschaft mit den Herausforderungen der Digitalisierung zu kämpfen. „Sie müssen das Land hier unten hinschreiben, in Großbuchstaben“, erklärt der Mitarbeiter geduldig, „sonst liest es die Maschine nicht.“ England oder Großbritannien? Das ist der Maschine egal. Doch schon kommen weitere Probleme. Digitalisierung ist kompliziert.

Kolumne

  • Viele Hinweise, kaum Beweise – so lässt sich die Diskussion zur Beteiligung russischer Hacker an weltweiten Cyber-Angriffen zusammenfassen. Ihre Möglichkeiten scheinen schier unbegrenzt. Ihre Beherrschung digitaler Technologien grenzt an Magie. Doch das Problem ist weniger mystisch: Unternehmen und Behörden hierzulande setzen unsichere Technologien ein. Die Motivation, dies zu ändern, ist gering.

Kolumne

  • Der amerikanische Kongress und der Bundestag möchten die Verantwortlichen von Facebook, allen voran Marc Zuckerberg, vorladen. Wie ein Damokles-Schwert schwebt über Facebook der Verdacht, unmittelbar – mit Werbung, Desinformation oder Manipulation – oder mittelbar die Präsidentschaftswahlen in den USA oder die Bundestagswahlen in Deutschland beeinflusst zu haben.

Kolumne

  • Phishing sei keine Sportart, erklärte Torsten Seeberg vom Landeskriminalamt Baden-Württemberg auf der Tagung des Verbandes Ingenieure für Kommunikation (IfKOM). Sein Thema: „Heute schon ins Netz gegangen?“ Phishing sei auch in der Bibel keine Sportart, ergänzte der Theologe Dieter Heidtmann von der Evangelischen Akademie Baden.

Debatte

Wo bleibt der Fortschritt?

In den 1990ern sagte eine Chefin eines aufstrebenden Techunternehmens den berufstätigen Frauen ein neues Zeitalter voraus. Endlich könne man mit High Heels und kleiner Handtasche ins Büro gehen, Dienstreisen wären bald nicht mehr nötig, mit steigender Vernetzung und kommerziellem Internet könne man alle Meetings bald vom Büro aus abwickeln, in virtuellen Konferenzräumen. Alles nur heiße Luft?

Kolumne

  • In diesem Jahr wird die Oktoberrevolution hundert Jahre alt. Im nächsten Jahr wird der 200. Geburtstag von Karl Marx begangen. Auf Fachkonferenzen und Tagungen, in Zeitschriften und Magazine wird der Marxismus analysiert. In der universitären Ökonomieausbildung vernachlässigt, immer wieder für ungültig erklärt – und nun doch eine potenzielle theoretische Alternative zur Grenzwerttheorie?

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