Wahrheiten zur Flüchtlingskrise

von Adorján F. Kovács28.12.2015Innenpolitik

Immer wieder wird die aktuelle Zahl der Einwanderer mit der Gesamtzahl der bundesdeutschen Bevölkerung verglichen. Das erzeugt keine zutreffenden Prognosen. Die Grundlage für Zahlenvergleiche sollte ohne Denkverbote bei Lichte betrachtet werden. Um zu Ergebnissen zu kommen, genügt die Anwendung der Grundrechenarten.

2015 sind etwa eine Million Menschen nach Deutschland gekommen, neuerdings nicht mehr Flüchtlinge, Wirtschaftsflüchtlinge oder Asylantragsteller genannt, sondern „Schutzsuchende“. Allen Entscheidungsträgern ist nach eigener Aussage bekannt, dass dies nicht das Ende der euphemistisch als Zuwanderung bezeichneten Einwanderung ist. Daran werden weder die mit der Türkei getroffenen Vereinbarungen noch andere Maßnahmen etwas ändern, solange nicht ein grundsätzlicher Kurswechsel vollzogen wird, falls dieser gewünscht wird. Dieser Kurswechsel ist indes von den etablierten Parteien nicht zu erwarten. Die im September getroffene Feststellung des deutschen Vizekanzlers Sigmar Gabriel

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