Wenn die Österreicher von uns Reparationen verlangen sollten, dann werde ich Ihnen die Gebeine Adolf Hitlers schicken. Konrad Adenauer

Seid's ihr deppert?

Alkoholverbot? Als Nächstes wird dann wohl das Lachen untersagt. Mal ehrlich, die Gesundheitsapostel wollen, dass wir alle 100 Jahre leben – aber das Leben sollte nicht nur lang sein, sondern auch Qualität haben.

Ich bin über diese neuen Bestrebungen in Richtung eines Alkoholverbots überhaupt nicht verwundert. Diese Besserwisser und diese ganzen Weltverbesserer, die das Rauchverbot in Bayern so vehement vorangetrieben haben, die gehen natürlich jetzt auch auf ein Alkoholverbot. Und als Nächstes fordern sie dann wahrscheinlich ein Lachverbot oder ein Verbot der allgemeinen Fröhlichkeit.

Niemand denkt an wahre Lebensqualität

Das ist nämlich in meinen Augen der Knackpunkt: Die Leute wollen alle 100 Jahre alt werden, aber niemand denkt dabei an wahre Lebensqualität. Wenn man diesen ganzen Gesundheitsaposteln einmal ins Gesicht schaut, sieht man da überwiegend überhaupt keine Lebensfreude. Nur Verbissenheit und Unzufriedenheit. Das kann doch nicht unsere Zukunft sein!

Man sollte doch in der Zeit, in der wir leben, eine gezielte Lebensfreude vermitteln dürfen. Man muss doch einfach mal sagen dürfen: Mensch, das ist doch schön, dass wir hier zusammensitzen. Da trinken wir jetzt einfach mal eine Mass Bier miteinander und freuen uns. Von mir aus kann man auch sagen: Wir sitzen zusammen und trinken ein Glas Wein. Und auf der Wiesn wird dann auch ganz gern mal eine Zigarre geraucht. Aus reinem Genuss!

Leben und leben lassen

Wir schränken uns immer mehr ein und glauben, dass wir das Rad neu erfinden müssen. Ich finde diese Entwicklung schlecht. Ich bin der Meinung, man sollte ein bisschen mehr Toleranz im Umgang miteinander walten lassen. Getreu dem Motto: Leben und leben lassen.
Rauchen und rauchen lassen, trinken und trinken lassen. Und auch mal wegschauen oder etwas übersehen.

Und noch ein Wort zu den Herren Politikern: Mal eine eigene Meinung haben und zu der stehen und nicht nur auf Mehrheiten oder Stimmenzugewinn achten! Wir sind in der Zwischenzeit nämlich ein Volk von Angsthasen geworden. Wenn du als Politiker da mit der Angst handelst, mit der Angst vor Krankheiten oder der Angst um die Zukunft unserer Kinder, dann erreichst du alles und dann fliegen dir die Wählerstimmen nur so zu. Um die Inhalte geht’s da nicht. Nur um die Stimmen.

Und als ein Letztes würde ich die Politiker dann auch mal bitten, dass sie beim nächsten Volksentscheid, egal, ob’s darin dann um ein Bierverbot in Bayern geht oder um etwas anderes, wenigstens wirklich auf eine Wahlbeteiligung von mindestens 50 Prozent achten. Sonst kommen da beim nächsten Mal noch ein paar Klugscheißer daher, die die Welt am Ende wirklich verändern. Und das wollen wir ja alle nicht.

Leserbriefe

  • Theeuropean-placeholder
    fettiz – 25.08.2010 - 06:59

    Rauchverbot ist Lebensqualität.

    Zumindest für einen Teil der Menschen – und ingesamt ist es ein Plus der Lebensqualität für Alle – da ja nicht das Rauchen verboten wird -sondern nur das Rauchen an bestimmten neuralgischen Orten.

    Ein Alkoholverbot ist doch derzeit gar nicht geplant. Und für die Lebensqualität ist jeder selbst verantwortlich! Und da ist nicht unbedingt eine Zigarette dafür notwendig. Sondern ein erfülltes Leben, soziale Kontakte, Geselligkeit, Bewegung, etc.

  • Theeuropean-placeholder
    Pro Rauch – 25.08.2010 - 19:24

    Für uns Raucher gehört die Zigarette dazu und auch die gemütliche Runde in einer Kneipe mit einem Bier und Zigarette.

    In öffentlichen Gebäuden finde ich das Rauchverbot ok, aber für mich sind die Grastro-Betriebe keine öffentlichen Gebäude, sonder dies sind Privatunternehmer mal größer mal kleiner, da hat sich der Staat für mich nicht einzumischen.

    Mit einer kennzeichnungspflicht Raucher oder Nichtraucher könnte ich leben.

    Vielleicht sollten wir mal Nichtauchen verbieten. Dann sind eventuell die Rentenkassen wieder voller.

    Ich bin Grundsätzlich gegen Verbote. Ich möchte nicht das Deutschland ein Verbotsstaat wird. Dieser Weg wird für mich gerade beschritten.

    Für ein miteinander muß es Regeln geben und es sollte für alle Gesinnungen auch Möglichkeiten geben diese wahrzunehmen.

    Für den Christen die Kirche, für den Islam die Moschhee, für den Raucher die Raucher-Gastro, für den Nichtraucher die Nicht-Raucher-Gastro, usw.

    Nach dem Motto “Leben und leben lassen”.

  • Theeuropean-placeholder
    Gerd – 02.05.2011 - 22:27

    @fettiz:Also Rauchen gehört nicht unbedingt zur Lebensqualität? Das bestimmst du? Ich sach mal: Wenn ich in eine Kneipe gehe um ein gepflegtes Bier bester deutscher Qualität zu trinken, gehört für mich eine Zigarette, Zigarre oder Pfeife dazu. Willst du mir diese Lebendqualität absprechen?

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    Mikail Maier – 25.08.2010 - 09:50

    Es ist mir unbegreiflich, warum es so vielen Menschen inklusive des Autor an der geistigen Kapazität oder dem Willen mangelt, die grundlegende Asymmetrie beim Rauchen zu erkennen. Es muß eben gerade nicht heißen “Rauchen und Rauchen lassen”. Was einige Raucher verlangen ist “Nichtrauchen und sich trotzdem zurauchen lassen”. Toleranz dafür einzufordern, dass man anderen Menschen (den Nichtrauchern) Lebensqualität wegnimmt, spricht jedem intelligenten Argument Hohn.

  • Theeuropean-placeholder
    Pro Rauch – 25.08.2010 - 19:31

    Wie wäre es mit Toleranz!

    Warum darf der Wirt nicht entscheiden über Raucher oder Nichtraucher – Gastro?

    Warum wollt Ihr Nichtraucher (NR) unbedingt den Rauchern, das rauchen in der Gastro verbieten?

    Warum nicht für beide Seiten pledieren? Wo ist also die Toleranz der NR?

  • Theeuropean-placeholder
    Jahiro – 25.08.2010 - 21:31

    Wo ist da Toleranz, wenn ich von einem Raucher vergiftget werde? Fragt der mich? Nein.

    Darf der Rauchen? Ja, draussen oder auch gerne zu Hause. Am liebsten sind mir die Raucher, die zu Hause auf den Balkon gehen – weil es ja sonst in der Wohnung stinkt – in der Kneipe mich aber vollpusten wollen.

    Es gibt kein Recht auf Drogenkonsum. Auch nicht für Nikotinabhängige.

  • Theeuropean-placeholder
    Pro Rauch – 26.08.2010 - 10:06

    @ Jahiro
    Typische Antwort von NR.

    Sie werden von Passivrauch nicht vergiftet. Sie müssen mal die Studien, die es hierzu gibt, richtig lesen. Dort steht immer das Wort „kann“.
    Sie machen „ist“ aus dem Wort „kann“. Zwischen dem Wort „kann“ und „ist“ gibt es aber ein großer Unterschied.

    Im Übrigen haben Sie meinen Kommentar nicht richtig gelesen, ich fordere sowohl Raucher als auch Nicht-Raucher Gastro. Sie können sich dann in die Nicht-Raucher-Gastro gehen.

    Sie „können“ aber auch von den Abgasen vergiftet werden. Kerzen erzeugen beim Abbrennen mehr krebserregende Stoffe als Passivrauch auch das „kann“ Sie vergiften. Pestizid verseuchtes Gemüse und Obst, Umweltbelastungen … ..ich könnte hier eine lange Liste aufmachen, was so alles krank machen „kann“.

    Wenn ich Ihren Kommentar lese müssten Sie eigentlich gegen alles sein was krank machen „könnte“. Sie würden ja in der heutigen Zeit verhungern und verdursten.

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    Peter – 25.08.2010 - 10:33

    Lieber Herr Roiderer!

    Vielen Dank, dass Sie mich kurz vor der Wiesn nochmal daran erinnern, wie verbohrt Sie immer noch unterstellen, dass das Leben nicht genießen kann, wer keinen Rauch mag. Zum Glück machen Klugscheißer Ihrer Art nur eine kleine Minderheit aus, die niemals 50% der Wählerschaft hinter sich versammeln kann – versuchen Sie es doch. Gerade mal 14% der bayerischen Wahlerinnen und Wähler waren im Juli gegen ein Rauchverbot, wenn Sie partout nicht von dem lächerlichen Argument der Wahlbeteiligung lassen können. Warum sollen Nichtwähler demokratische Entscheidungen verhindern können? Oder wollen sie jetzt schon das Nichtwählen verbieten? Und was kommt als nächstes? Die Leute wollen in der Mehrheit den Rauch nicht mehr, wann kommt das endlich in Ihrem Sturschädel an?

    Die dümmliche Behauptung, als nächstes käme ein Alkohol- und Lachverbot, zeigt nur Ihre Verbitterung und Ihren Mangel an Lebensfreude. Vielleicht ist es an der Zeit, das Zepter an einen fröhlicheren Menschen abzugeben und die Öffentlichkeit nicht mehr mit Ihren hasserfüllten Schimpftiraden zu behelligen.

    Meine Hendln und Maßn krieg ich zum Glück nicht nur im Hackerzelt. Zumindest wenn ich privat zum Oktoberfest gehe und die Wahl habe, werde ich auch weiterhin mein Geld bei Siegfried und Sabine Able lassen, die auch in den letzten Jahren schon gerne Nichtraucher bewirtet haben.

    Ein regelmäßiger Wiesn-Gänger

  • Theeuropean-placeholder
    Für Rauchen gegen Verbote – 25.08.2010 - 19:39

    Zitat “14% der bayerischen Wahlerinnen und Wähler waren im Juli gegen ein Rauchverbot”

    Wo kommen den die 14% her?

    31% der bayrischen Bevölkerung haben für das alte Gesetz entschieden.

    Das ist eine gute Quote, da es 30% Raucher gibt.

    Die Raucher konnten die Wahl nicht gewinnen bei 70% Nichtraucher.

    Aber warum 70% NR über 30% Raucher bestimmen sollen finde ich nicht demokratisch. Ich sehe das als Unterdrückung einer Minderheit an.

  • Theeuropean-placeholder
    Für Rauchen gegen Verbote – 25.08.2010 - 19:42

    Sorry.

    39% haben sich für das alte Gesetz entschieden. Also hatten die Raucher 9% der Nichtraucher auf ihrer Seite.

  • Theeuropean-placeholder
    Peter – 25.08.2010 - 20:15

    Herr Roider beklagt die geringe Wahlbeteiligung von 37%, mit Hilfe derer ein paar Klugscheißer angeblich dieses Gesetz verbrochen haben. Sicher, nur 37% * 61% = 23% der Wahlberechtigten haben mit Ja gestimmt. Auf der anderen Seite kann man aber auch sagen, dass nur 37% * 39% = 14% der Wahlberechtigten mit Nein gestimmt haben. Fast zwei Drittel der Wahlberechtigten war das Thema offenbar egal. Und das ist in Ordnung – Enthaltung ist nicht verboten und auch nicht gleichbedeutend mit “Nein”.

    Wenn nun 23% nun nach Meinung des Herrn Roider nicht ausreichend sind, um ein Gesetz zu verabschieden, wieso sollten 14% ausreichen, um es zu verhindern? 14%, gerade mal jeder 7. im Land. Und diese paar Leute sollen entscheiden? Welches Demokratieverständnis ist das?

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    Peter – 25.08.2010 - 20:18

    Sollte natürlich Roiderer heißen.

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    Andi – 17.09.2010 - 14:54

    Ich möchte mal etwas sagen, was man bislang noch kaum in Foren gelesen hat. Vorweg: Ich war beim Abstimmen. Aber: Hat sich schon mal jemand Gedanken gemacht, warum so viele Wähler (angeblich vor allem Raucher) nicht wählen gegangen sind? Mal ungeachtet dessen, ob das Rauchen gut oder schlecht ist – wenn jemand eine Gesetzeslage wollte wie bis einschließlich 2007, also dass man wieder praktisch überall rauchen darf, so hätte dieser jemand doch gar keine Möglichkeit gehabt, sich entsprechend zu äußern. Man hatte schließlich nur die Wahl zwischen dem “kleineren Übel” partielles Verbot, wie von Januar 2008 bis Juli 2010, oder komplettes Verbot, wie seit August 2010. Vielleicht – und ich betone nocheinmel das VIELLEICHT – war es auch für viele Menschen, die beide Gesetzesvorschläge ablehnten, ein Grund, nicht zur Wahl zu gehen.

  • Theeuropean-placeholder
    U. Müller – 25.08.2010 - 10:37

    Nein, es wundert mich nicht wirklich, dass der Horizont eines Wirtes am Zaun seines Biergartens oder Wiesnzeltes endet. Jenseits davon kann er sich keine Lebensfreude vorstellen. Lebensfreude bedeutet für ihn saufen und rauchen.

    Was hab ich bisher nur verpasst? Warum nur ist meine Lebensqualität um ein vielfaches angestiegen, als ich das Rauchen aufgegeben habe? Oder sollte das etwa ein Trugschluss sein? Hat man mit Nikotingeruch, gelbgrauen Wänden, stinkenden Aschenbechern in der Wohnung mehr Lebensqualität? Und schmeckt der Schweinsbraten im Wirtshaus gleich nochmal so gut, wenn der Verzehr desselben vom Tischnachbarn mit Rauchschwaden begleitet wird?
    Ganz sicher gehört natürlich auch das Komasaufen der Jugendlichen zu ihrem Recht auf Lebensfreude. Und auch die Bierleichen hinterm Wiesnzelt haben so viel Lebensfreude beim Erringen ihres Vollrausches gehabt, das kann sich unsereiner gar nicht vorstellen.
    Wir darben halt dahin, bilden uns ein, dass die frische Luft uns gut tut und das gelegentliche Glas Sekt oder Wein etwas mit Genuss zu tun hätte.

    Herr Roiderer, machen’s mal einen Spaziergang im Wald. Oder fahren’s mal mit dem Radl an den Starnberger See. Nur so als Anregung. Vielleicht kommen’s ja dann drauf, dass sich Lebensqualität nicht nur am Rausch und am Nikotin fest machen lässt. Diejenigen, bei denen das so ist, sind eigentlich nur zu bedauern.

  • Theeuropean-placeholder
    Peter Rachow – 25.08.2010 - 14:52

    Herr Roiderer,

    ich bin wirklich entsetzt, wie man so einen ausgemachten Blödsinn in die Tasten hacken kann und auch noch die Chuzpe hat, dieses geballte Konglomerat von Unsinn zu veröffentlichen! Gut, als Gastronom haben Sie häufig mit Stammtischen zu tun und es liegt nahe, dieses “Argumentationsniveau” kritiklos zu übernehmen .Das entschuldigt Sie natürlich. Aber nur zum Teil.

    Was hat Rauchen denn bitte genau mit Lebensqualität zu tun? Rauchen ist eine Sucht, obendrein eine für viele Menschen tödliche. Rauchen bedeutet Abhängigkeit und Unfreiheit. Und die Folgen des Rauchens haben nun gar keine Berührungspunkte mehr mit irgendeiner Form von Lebensqualität. Höchstens mit “Lebensverlängerung”. So z. B. wenn ein todkranker Raucher eine Chemotherapie gegen sein durch Tabakkonsum verursachtes Krebsleiden erhält und dadurch sein irdisches Dasein um wenige Monate verlängert werden kann. Allerdings nur unter qualvollen Belastungen für sich und seine Angehörigen.

    Und um Ihre einleitende Frage zu beantworten: Nein, wir sind nicht “deppert”. Die meisten Menschen haben kraft ihres eigenen Verstandes eingesehen, dass vom Rauchen (und nur darum geht es Ihnen ja) rein gar nichts Positives ausgeht. Und diese Menschen wollen sich einfach nicht mehr zwangsweise berauchen lassen genau so wie es satt haben, sich von “findigen” Gastronomen Ihrer Couleur mit einer Ausnahmeregelung nach der anderen, um in Ihrer Sprache zu bleiben, “verarschen” zu lassen. Denn dass, was am 4. Juli 2010 in Bayern entschieden wurde haben Sie auch ihren Kampfgenossen hinter der Theke zu verdanken, die meinten mit “Raucherclubs” und der “ab 22:00 Uhr ‘Feuer frei’!”-Regelung ihre Kunden halten zu können. Und jetzt haben Sie den Salat. Deshalb aber die “Spaßfreie Republik Deutschland” ausrufen zu wollen und Rauchen und Saufen als “condition sine qua non” für Spaß und Lebensfreude zu proklamieren, dieses Niveau ist dann doch zu unterirdisch.

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