Born and raised in Berlin, soll es ja wirklich noch geben. 1986 im Westteil der Stadt geboren, verdiente sich Thore Barfuss erste Lorbeeren im Journalismus bei „Cicero“, wo er als Nachfolger von Alexander Görlach das Onlineressort leitete. Bei „The European“ kümmert er sich um alles, was mit Social Media und Außendarstellung zu tun hat.
Zuletzt aktualisiert am 06.05.2013Wer meint, durch das Teilen von Videos auf Facebook oder das Aufhängen von Plakaten einen Teil zur Gefangennahme von Jospeh Kony beizutragen, hat nicht nur wenig Ahnung von internationaler Politik. Sondern ist oft gleichzeitig auch ein Heuchler.
Nicht die miserablen Quoten von „Gottschalk Live“ sollten Grund für die ARD sein, die Sendung einzustellen. Sondern, dass sie einfach unfassbar schlecht ist.
Günter Grass vergreift sich übel im Ton, wenn er die Medien als gleichgeschaltet bezeichnet. Im Gegensatz zum unsäglichen Gedicht erkennt er hier aber einen Trend.
Trotz ihres baldigen Rückzuges als politische Geschäftsführerin der Piraten ist Marina Weisband in aller Munde. In einem Twitter-Interview schreibt Thore Barfuss mit ihr über den medialen Hype der Piraten, die Pläne für die Zukunft und schlechte FDP-Witze.
Während ganz Deutschland über den neuen Bundespräsidenten spricht und auch Beate Klarsfeld ihre 15-Minuten-Mainstream-Ruhm hatte, blieb auch bei dieser Wahl der NPD-Kandidat in der Berichterstattung außen vor. Für Demokratie und Medien ein Armutszeugnis.
4
Sendungen wie Germany’s Next Topmodel manifestieren in der Jugend dauerhaft ein Frauenbild, das vor der zweiten Welle des Feminismus angesiedelt ist: die Frau als reines Ausbeutungsobjekt.
Europäer und Amerikaner sehen US-Politik vollkommen anders. In seinem neuen Buch: "Was ist mit den Amis los? - Warum sie an Barack Obama hassen, was wir lieben" beschreibt Christoph von Marschall die größten Missverständnisse. Im Interview mit Thore Barfuss spricht er über die Enttäuschung von Obamas Präsidentschaft und den europäischen Blick auf die US-Politik.
2
Mein Unwort des Jahres: Unwort! Denn Unwörter sind entweder fürchterlich banal und kurzlebig oder, noch schlimmer, etablieren ein diskriminierendes Wort in der Sprache. Sie machen aus Modeerscheinungen Begriffe, die in den kollektiven Sprachgebrauch übergehen und damit zur dauerhaften Diskriminierung beitragen.