Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber. Bertolt Brecht

Sie verachten unser Land, lachen über unsere Justiz

Kriminelle kapern Deutschlands Bahnhöfe. Rainer Wendt, Vorsitzender der deutschen Polizeigewerkschaft, warnt: Es hat sich eine gewaltbereite Migrantren-Szene etabliert. Vor allem Bahnhöfe würden zunehmend zu kriminellen Hotspots.

Der Vorsitzende der deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, hat Missstände in der Bekämpfung von Drogendelikten angeprangert. Insbesondere Bahnhöfen hätten sich als „negative Hotspots“ etabliert, sagte er dem Magazin „FAZ-Woche“. Als Beispiel nannte er den Kölner Bahnhofsvorplatz und die Szene rund um den Hamburger oder Düsseldorfer Hauptbahnhof.

Die Erscheinungsformen dieser Kriminalität hätten sich seit Jahren verfestigt und der Täterkreis sei nahezu überall der gleiche. Berlin bildet dabei ein Extrembeispiel. Die Täter nutzten hier zahlreiche Parks in der Hauptstadt, unter anderem den „Görlitzer Park“. Bei den Tätern handele es sich häufig um aus Nordafrika stammende Intensivtäter, führt Wendt aus und verwies auf den „Casablanca-Bericht“, der die Szene rund um den Düsseldorfer Bahnhof dokumentierte und in dem von 2244 Nordafrikanischen Intensivtätern die Rede ist, die „seit etlichen Jahren dort sind“.

Hohes Einsatzrisiko für die Kräfte

Einen Zusammenhang der Kriminalität mit der Flüchtlingsdebatte, wie er oft genannt wird, sieht er nicht. „Dies ist also längst kein Phänomen der aktuellen Flüchtlingsdebatte, wenngleich aus dem afrikanischen Raum natürlich jetzt reichlich ,Verstärkung’ für die vorhandene Szene eingetroffen ist.“

Wendt sagte weiter, dass die Polizei alles tue, „was Polizei tun kann", und zwar unter „Inkaufnahme eines hohen Einsatzrisikos für die Kräfte", denn der bekannte Täterkreis zeige sich bei Festnahmen häufig ausgesprochen gewaltbereit. Es gebe jedoch ein weiteres Problem, wenn die mutmaßlichen Täter den Richtern vorgeführt werden. „Wenn keine Untersuchungshaft angeordnet wird, keine Haftstrafen verhängt werden und keinerlei Abschiebungen erfolgen, kann die Polizei so viele Festnahmen durchführen, wie sie will, die Täter bleiben unbehelligt. Sie verachten unser Land und lachen über unsere Justiz.“

Wenn die Politik nicht die Voraussetzungen schaffe, „damit dauerhafte Intensivtäter wieder abgeschoben werden können und die Justiz sich ebenso verweigert, wird die Polizei dieses Problem nicht lösen.“ So warnt Rainer Wendt. Sein Wort hat Gewicht.

Lesen Sie weitere Meinungen aus dieser Debatte von: Boris Palmer, Jürgen Fritz, Eckhard Jesse.

Leserbriefe

comments powered by Disqus

Mehr zum Thema: Kriminalitaet, Flüchtlingskrise

Debatte

Die Berliner Politik ist komplett weltfremd!

„Es gibt in Berlin keinen Polizisten, der nicht AfD gewählt hat

Die Polizei darf gar nicht agieren, man darf nicht einmal die Namen der Täter nennen. So kritisiert Peter Hahne die Berliner Politik bei der Flüchtlingskrise und im Fall von Anis Amri. Die Politike... weiterlesen

Medium_8426ca01d8
von Egidius Schwarz
15.12.2017

Debatte

„Wir können (nicht) allen helfen“

Medium_a7d066d66d

Boris Palmer verfügt über ein hohes Maß an Realitätssinn

"Der Tübinger Oberbürgermeister unterstützte leidenschaftlich die Sondierungen zwischen Schwarz, Gelb und Grün. Als sie gescheitert waren, gab er nicht nur der FDP die Schuld, sondern auch Repräsen... weiterlesen

Medium_66e5cb3b8b
von Eckhard Jesse
02.12.2017

Debatte

Berlin - Hauptstadt des Verbrechens

Das Rechtssystem in Berlin bricht bereits zusammen

Die Anzahl der Kriminaldelikte steigt dramatisch an. Berliner Staatsanwälte, Polizei und Richter schlagen Alarm, sind völlig überlastet und werden der Straftäter nicht mehr Herr. Doch der grüne Jus... weiterlesen

Medium_5f897944c1
von Jürgen Fritz
25.11.2017
meistgelesen / meistkommentiert