„Mein Schloss wird mit Energiesparlampen beleuchtet, auch wenn das Licht scheußlich ist.“ Enoch zu Guttenberg
Durch Soziale und politische Bewegungen wird die Gesellschaft in den Fokus internationaler Beziehungen gestellt und die Machtposition des Staates neu verhandelt. Auch in Israel grenzen sich unabhängige Organisationen vom Staatsapparat ab und verändern die Gesellschaft signifikant. Doch Verfechter einer militarisierten Gesellschaft nutzen die Schwächen der Zivilgesellschaft für ihre Zwecke aus.
Der klimapolitische Sprecher der Grünen, Hermann Ott, befürchtet in Kopenhagen reine Augenwischerei. Die Ergebnisse stehen längst fest: Die USA und die EU werden jede Einigung kaputt machen und einige kleinere Länder könnten sich kaufen lassen. Trotzdem gibt er die Hoffnung nicht auf. Denn in den nächsten Jahren wird der Druck auf die Regierungen wachsen, zu einem besseren Ergebnis zu kommen.
Als alle anderen das Land verließen, blieb sie: Welt-Korrespondentin Birgit Svensson ist eine von nur noch zwei deutschsprachigen Journalisten im Irak. Ihr Bild von dem Land an Euphrat und Tigris ist ernüchternd. Gewalt und Tod gehören immer noch zum Alltag der Iraker.
Der Zivildienst hilft jungen Männern beim Erwachsenwerden. Wenn die Wehrpflicht kippt, verliert die Gesellschaft mit dem Zivildienst eine wirksame Institution, Adoleszenten nahezubringen, wie wichtig und schön soziales Engagement ist.
Das Gespräch führte Nina Anika Klotz.
Es geht um Werte, die sich aus sich selbst tragen, die in diesem Sinne wertkonservativ sind. Werte, die das Ethos unserer Gesellschaft für die kommenden Jahrzehnte formen. Das ist nicht eine Frage “konservativer“ Parteien, sondern der Gemeinschaft als solcher. Werden wir es schaffen, uns solche Werte zu geben?
Was immer "zivilgesellschaftliches Engagement“ nun eigentlich ist: So es in der Hauptsache darin besteht, dass Konzerne ein paar Promille des Profits für Kinderspielplätze spenden, ist sie von mittelalterlicher Caritas kaum zu unterscheiden.
Die Union für das Mittelmeer wurde erst vor zwei Jahren gegründet und scheint doch schon zu stagnieren. Zu unterschiedlich und unvereinbar sind die Interessen der Mitgliederstaaten. Dabei ist die Mittelmeerpolitik zu wichtig für Europa, als dass es sich diese Blockaden leisten könnte, und es gibt durchaus Beispiele, bei denen die Mittelmeer-Zivilgesellschaft vorbildlich an gemeinsamen Projekten arbeitet.
Thomas de Maizière wird künftig den Umbau der Bundeswehr organisieren. Die größte Umstrukturierung in der Geschichte der Armee steht an. Eines scheint bereits sicher: Die Bundeswehr wird immer mehr zu einem sicherheitspolitischen Dienstleister.
Der typische Zivildienstjob schafft eine Win-win-Situation für alle Beteiligten. Für Patienten, Arbeitgeber und den Zivi selbst. Auch wenn viele nun den Staat in der Pflicht sehen, freiwilliges Engagement zu fördern, dürfen wir nicht vergessen, dass das eigentlich eine Aufgabe der Zivilgesellschaft ist.
Der EU ging es nie wirklich um die Einhaltung der Menschenrechte, wirtschaftliche Interessen waren stets wichtiger. Kein Wunder, dass die Gemeinschaft keine kohärente Antwort auf die Proteste in Nordafrika gefunden hat. Dabei gibt es auch jetzt noch genügend Gelegenheiten, die Weichen neu zu stellen.