Der 1965 in Leningrad geborene Politiker war von 2008 bis 2012 Präsident der Russischen Föderation und ist nun Ministerpräsident des Landes. Medwedew studierte Rechtswissenschaften an der Universität Leningrad und begann nach seinem Umzug nach Moskau eine steile wirtschaftliche und politische Karrierere. So sitzt er seit 2000 im Aufsichtsrat des Energiekonzerns „Gazprom“ und war von 2002 bis 2008 auch dessen Vorsitzender.
Der studierte Politologe ist Programmdirektor Russland/Eurasien der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V. Zuvor war Rahr wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsinstitut von Radio Freies Europa/Radio Liberty und Projektmanager am Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien. Er schrieb Biografien von Michail Gorbatschow und Wladimir Putin sowie u.a. des neu erschienenen Buches “Der Kalte Freund”. Im Jahr 2003 wurde Rahr das Bundesverdienstkreuz verliehen, zudem ist er Ehrenprofessor an der Moskauer Staatsuniversität für internationale Beziehungen.
Der Direktor des Zentralinstituts für Mittel- und Osteuropastudien an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt wurde 1947 in Sverdlovsk (heute Ekaterinburg) geboren. Er studierte in Jerusalem und München. Von 1989 bis 1995 war er stellvertretender Leiter der Osteuropa-Redaktion der Deutschen Welle und zugleich Privatdozent und apl. Professor an der Universität Köln. Bis 2012 war er Inhaber des Lehrstuhls für Mittel- und Osteuropäische Zeitgeschichte der KU Eichstätt-Ingolstadt. Er ist Geschäftsführender Herausgeber der Zeitschrift „Forum für osteuropäische Ideen- und Zeitgeschichte“.
Der Außenminister gilt als Urgestein der russischen Politik. Der 1950 in Moskau geborene Lawrow saß zehn Jahre lang im UN-Sicherheitsrat (1994-2004), ehe er von Putin in sein Kabinett berufen wurde. Ausgebildet wurde er noch zu Zeiten der Sowjetunion am Moskauer Staatlichen Institut für Internationale Beziehungen.
Er studierte an der School of Oriental and African Studies der University of London, in Moskau und Leningrad. Für „zenith – die Zeitschrift für den Orient“ schreibt Alexander von Hahn zu Energiethemen und dem arabisch-russischen Verhältnis. Er war Berater der estnischen Regierung zu Privatisierungsfragen und Direktor der Investmentfirma Europa Capital Management mit Fokus auf dem Öl- und Gassektor. Seine Artikel sind unter anderem bei „Russia Now“ und der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ erschienen. Von Hahn schreibt außerdem auf dem Blog „Fair Vote for Russia“.
Wenn Putin wieder das russische Steuer übernimmt, ist es mit der politischen Modernisierung vorbei. Der alte und neue starke Mann wird vor allem seine Kontrolle über das Land zu festigen suchen. Fortschritt ist aber auch in Russland nicht ohne politische Freiheit machbar.
Ein Jahr nach dem Beginn der Proteste in Russland ist die Opposition gespalten und desillusioniert. Doch bis zur nächsten Wahl müssen die Demonstranten noch mehrere Jahre durchhalten.
Viele russische Bürger sind enttäuscht und Putin, Präsident in spe, steht vor dem Scherbenhaufen seines Systems der gelenkten Demokratie. Wie der Kreml mit den Unzufriedenen umgehen soll, weiß er nicht.
Wladimir Putin ist ein kühl kalkulierender Autokrat, der Wahlen als notwendiges Übel betrachtet – und im Zweifelsfall immer weiß, wie er die Wahlen für sich manipulieren kann.
Die Russlandberichterstattung verliert an Niveau, oberflächliche Urteile sind normal. Wer das kritisiert, wird schnell als Putinfreund abgestempelt – ein demokratisches und glaubwürdiges Vorbild sind wir damit nicht.