Kanzlerin Angela Merkel hat es allen ihren Kritikern in der Partei gezeigt. Sie liefert Macht, und die Konservativen zahlen es mit Loyalität zurück, trotz des historisch schlechten Ergebnisses. Bleibt sie bei ihrem Stil, könnte sie eine Ära begründen.
Auf den Kapitalismus wurde in den vergangenen Monaten gerne eingedroschen. Jetzt auch auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Wohin die Reise gehen sollte, zeigt die Soziale Marktwirtschaft.
Die Augen der Welt sind entsetzt auf eine Insel in der Karibik gerichtet. Haiti, das ärmste Land der westlichen Hemisphäre, wurde von einem verheerenden Erdbeben heimgesucht. Tausende Tote und eine humanitäre Katastrophe sind die Folge. Es stellt sich nun die Frage, wie und ob überhaupt Haiti noch zu retten ist. Die Antwort ist nein. Dennoch brauchen die Bewohner Haitis unsere Hilfe.
Wer aus Hunger Gemüse stiehlt, ist in Zeiten wie diesen nicht nur ein Dieb. Er taugt auch als Beispiel für die Entsolidarisierung in reichen Gesellschaften.
Die Weltwirtschaft läuft nur dann, wenn es Europa und den USA geht gut? Von wegen! Während der Westen mit sich selbst beschäftigt ist, zieht der Rest der Welt vorbei.
Angeblich wird uns die Euro-Krise alle ins Unglück stürzen. Das klappt aber nur, wenn wir weiter daran glauben, dass Vermögen und Wohlstand allein glücklich machen.
Viel ist seit dem Beschluss der Millennium Development Goals vor zehn Jahren passiert. Doch die damals gesetzten Ziele sind bei Weitem noch nicht erreicht. Jetzt stehen neben den Entwicklungsländern auch die westlichen Industrienationen in der Pflicht. Es geht um den Ausbau von Unterstützung, nicht um deren Kürzung.
Neoliberalismus und Globalisierung haben lange genug Unrecht und Ausbeutung forciert. Für einen Systemwechsel müssen wir bei der kleinsten Einheit ansetzen: bei uns.
Um eine Krise glaubwürdig zu lösen, braucht es eine starke Identifikationsfigur. Was ihr Fehlen bewirkt, zeigt ein Blick nach Italien.
Im Umgang mit der Wirtschaftskrise sind bisher alle beteiligten Institutionen gescheitert. Nicht zuletzt darum sollte die #OccupyWallStreet-Bewegung am besten auf der Straße bleiben.