Ob der Verteidigungsminister zur Attacke vom Kunduz eine bewusste Falschaussage getroffen hat, wird vorerst seine politische Zukunft entscheiden.
Es gibt keine Affäre zu Guttenberg, sondern einen Krieg, der nicht so heißen darf, eine Regierung, die sich am Hindukusch verrannt hat, eine Kanzlerin, die sich wegduckt, und eine Opposition, die schnell vergessen hat, dass sie eben noch im Gleichschritt mitmarschiert ist.
Karl-Theodor zu Guttenberg ist Pop. Daran wird auch die Kunduz-Affäre nichts ändern. Denn in der Tat gibt es bislang wenig Handfestes.
Alle fünf Bundestagsfraktionen haben für die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zum Rechtsterrorismus gestimmt. Aber nicht alle sind zufrieden.