Putzen, Waschen, Kochen und sich um die Kinder kümmern: Viele türkische Männer sind als Alleinerziehende anfangs überfordert. So wie Muhammet Avcibas, der erst lernen musste, wie man Haushalt und Männlichkeit vereint.
Werbung für Türken ist anders, weil Türken anders sind. BEYS ist eine Werbeagentur, die Werbung für Türken macht. Auf der Suche nach der Frage, wie der türkische Mann ist, besuchte Benno Müchler den Gründer von BEYS Burhan Gözüakça.
Die Türkei gewinnt an Bedeutung und bereits heute ist das Land die Verbindung der EU zur islamischen Welt. Zwar muss ein möglicher Beitritt an die aufgestellten Kriterien gebunden sein, doch das sind Maßstäbe, die sich auch andere Mitgliedsstaaten gefallen lassen müssen.
Die CDU als Deutschlands stärkste Partei tut sich schwer mit einem möglichen EU-Beitritt der Türkei. Während Kanzlerin Merkel es nicht auf einen internen Streit ankommen lassen wird, könnte sich in dieser Frage jemand anderes profilieren: Außenminister Westerwelle.
Die Türkei ist seit Langem eng mit ihren westlichen Nachbarn verbunden. Die privilegierte Partnerschaft kann dem Land nichts bieten, was es nicht jetzt schon hat. Es ist also an der Zeit, die Türkei in die EU aufzunehmen.
Die Türkei ist für Europa ohne Frage ein wichtiger strategischer Partner. Doch ohne Religionsfreiheit, insbesondere den dort lebenden Christen gegenüber, ist ein Beitritt zur EU nicht denkbar.
Die Kanzlerin holt sich in der Türkei vermeintlich eine blutige Nase mit ihrem Konzept der privilegierten Partnerschaft. Ihr Vorschlag ist getürkt: Er geht an die Adresse ihrer Klientel daheim und nicht an Ministerpräsident Erdogan. Der Beitritt des Landes zur EU ist schon beschlossene Sache.
Die Kruzifixe in Deutschland sollen dort bleiben, wo sie sind. Der Vorstoß von CDU-Politikerin Aygül Özkan bleibt in ihrer Partei unerhört. Dennoch: In der Bundesrepublik sind alle Religionen gleich. Das versteht sich als Einladung, an einer offenen, toleranten Gesellschaft mitzuwirken.
Die Entwicklung in der Türkei gibt Anlass zur Sorge – längst gehen Extremisten und Holocaustleugner in Ankara ein und aus. Der Westen muss auf Erdogan zugehen und seine Wertschätzung zeigen, will er die Türkei als Verbündeten nicht verlieren.