Wer tritt nach dem Leben vor wessen Richterstuhl – wir vor Gottes oder Gott vor unseren? Die Kunst des Sterbens ist nicht leicht, weder für den gläubigen Christen noch für den Atheisten.
Mario Adorf wird heute 80 Jahre alt. Er hat keine Angst vor dem Tod, er freut sich aber auch nicht über das Altwerden. Er hofft, dass er den Zusammenbruch des Kapitalismus, der für ihn unausweichlich ist, nicht mehr miterleben muss. Das Interview führte Nina Anika Klotz.
Unsere vielen kleinen Alltagsentscheidungen können mitunter große Wirkung entfalten. Laut einer Studie gehen 44,5 Prozent der vorzeitigen Tode auf ihr Konto. Zeit, uns die Wichtigkeit unseres Tuns bewusst zu machen.
Jeden Tag sterben in Deutschland drei Menschen, die zu retten ein Klacks wäre. Wir müssten dafür an keiner Stelle unser Leben ändern. Wir müssten auf nichts verzichten und nichts zusätzlich leisten. Diese drei Leben pro Tag in Deutschland sind, so gesehen, eigentlich gratis. Drei Leben für lau.
Jeden Tag sterben in Deutschland drei Menschen, weil nicht genügend Organe gespendet werden. Wir müssen deshalb damit beginnen, Bürger um ihre individuelle Entscheidung zu bitten, und ihren Ängsten adäquat begegnen. Dann muss in Zukunft hoffentlich niemand mehr einen solch sinnlosen Tod sterben.
Unter den Bedingungen der Medienindustrie darf kein Körper sterben: Lektionen aus dem öffentlichen Tod der Carolin Wosnitza, genannt "Sexy Cora“.
Japan und überall: Bei jeder Katastrophe versorgen uns Nachrichtenticker mit den Schreckensmeldungen. Wird so die Neugier gestillt oder nur das Nervenkostüm gekitzelt? Siegt der Sport über den Journalismus?
Der Tod eines Berliner Eisbären rührt die Republik. Ist diese Trauer in Zeiten weltweiter Kriege und Katastrophen menschlich verständlich oder einfach nur abgeschmackt?