Die digitale Revolution fragt nicht danach, ob man teilnehmen möchte oder nicht. Sie erlaubt in bisher ungekannter Weise die Teilhabe von deutlich größeren und dezentralen Gruppen. Twitter, Facebook und Co bewegen die Gesellschaft in ihren Grundfesten. Niemand kann sich den Luxus leisten, offline zu bleiben.
Soziale Netzwerke erreichen Reichweiten wie kaum ein anderes Medium. Das liegt daran, dass sie kostenlos Möglichkeiten zu Kommunikation bereitstellen – einem Grundbedürfnis der Menschheit. Die Erfolge, die Unternehmen über diese schnelle, virale Verbreitung erreichen, sind enorm. Dabei wird erst ein Bruchteil der enormen Möglichkeiten genutzt.
Spätestens seit Obamas Wahlkampf ist vielen Politstrategen das Potenzial von sozialen Netzwerken bewusst. Sie eröffnen breite Kanäle für die (Selbst-)Organisation von Menschen hinter bestimmten Kandidaten oder Initiativen. Doch wird die Politik dadurch auch zu mehr Verantwortung gezogen.
Die gesellschaftliche Akzeptanz neuer Technologien erfolgt in Wellen der Paradoxie. Wir lieben unsere Friends und Follower, aber wir haben zugleich oft das Gefühl, dass das ständige Posten, Updaten und Twittern Züge unkontrollierten Suchtverhaltens annimmt.
Die Mutter aller Netzwerke ist der Club: Er ist offline, hat schwere Ledersessel und funktioniert auch im Zeitalter von Online-Communities noch vortrefflich. Soziale Abgrenzung als Motor – auch für gute Taten. Facebook und Co werden das nie erreichen.
Ist Glück nicht in Wahrheit ein verborgener Schatz, nach dem wir unser Leben lang suchen? Auch in der Trostlosigkeit der Not gibt es Wege zum Glücklichsein. Sechs Schritte zeigen auf, wie Wohlbefinden zu erreichen ist und wir selbst darüber bestimmen.
Wo sind die Promis im Web? Wo die interessantesten Menschen? Sie findet man bei Facebook, der Plattform, die mehr als alle anderen Social Networks besondere Persönlichkeiten zusammenbringt.
Facebook vergrault mit seiner Datenschutzpolitik immer mehr User. Grünen-Politiker Malte Spitz hat zum Protest in der Community aufgerufen – mit Erfolg. Rund 65.000 Nutzer quittieren den Abbau des Datenschutzes mit dem Beitritt zur Gruppe: Facebook Privacy Control – Now!
Das Fernsehen bleibt Massenmedium Nummer eins. Durch seine Nichtinteraktivität kann es Aufmerksamkeit erzwingen – eine Möglichkeit, die das in zwei Richtungen kommunizierende Web nicht geben kann. Kommunikationsforscher Norbert Bolz erklärt die Zukunft des Internets. Das Interview führte Alexander Görlach.