Der Pole Karol Wojtyla wurde 1978 zum Papst gewählt und als Johannes Paul II. weltberühmt – er starb 2005. Bevor er Oberhaupt der katholischen Kirche wurde, war Wojtyla Erzbischof in Krakau. Er hat seine Institution mit Charme in den Medien repräsentiert und den Dialog der Religionen inszeniert, ohne in der Sexualmoral einen Deut breit von der Tradition seiner Kirche abzuweichen.
SM praktizieren und darüber fabulieren, SM-Vorkehrungen zu treffen, und mit anderen darüber sprechen – das beschreibt nur einen Teil des Lebens von Cornelia Jönsson, wohl aber ihr berufliches Schaffen. Sie schreibt über sexuelle Vorlieben Sachbücher und Romane, im Gespräch mit Bettina Koller erzählt sie von ihrem eigenen Zugang und warum der devote Mann ein Ladenhüter ist.
In einem Fabrikgebäude in Wedding treffen sich körperbewusste Menschen, um ihre Grenzen auszuloten. “Schwelle 7” bietet seit 2007 einen Raum für jene, die Yoga, Tanz und SM vereinen wollen. Warum wir den Schmerz brauchen und Streicheln nicht immer angenehm sein muss, erzählt der Betreiber von “Schwelle 7”, der Choreograf Felix Ruckert, Bettina Koller.
Die deutsch-türkische Anwältin und Schriftstellerin Seyran Ateş kämpft für die Rechte muslimischer Frauen und entfacht damit den Zorn islamischer Fundamentalisten. Nach jüngsten Morddrohungen hat Ateş sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Im Interview mit The European spricht sie über Doppelmoral, Körperfeindlichkeit, Männerängste und darüber, warum sie sich einen islamischen Oswald Kolle wünscht. Das Interview führte Guido Walter.
Die Partyszene in den 1990ern war dominiert von Fröhlichkeit und mitunter auch von bunten Tabletten: Sex war eher eine Randerscheinung. Warum diese Zeit sonst noch außergewöhnlich war, erzählt Rainer Schmidt, Autor von “Liebestänze”, im Gespräch mit Bettina Koller.
Ich habe ein Recht auf die Dienstleistungen meiner Kirche. Grob gesagt: den Empfang der Sakramente und ein geregeltes Gemeindeleben. Das ist vorbei, in vielen Gegenden Deutschlands, in vielen Ländern der christlichen Welt. Denn: Der Zölibat hält gesunde Persönlichkeiten davon ab, sich für das Amt des Priesters zu entscheiden. Außerdem wäre es schön, wenn Geistliche sich um uns Gläubige kümmern könnten und sich nicht den ganzen Tag an ihrer Libido abarbeiten müssten.
Wie soll Gender-Mainstreaming zur Lösung der aktuellen Probleme beitragen? Was hat die Gesellschaft davon, wenn schon Kindern die Gewissheit ihrer geschlechtlichen Identität genommen wird? Die Politik sollte ihre Anstrengungen und ihr Geld lieber in Bildung stecken, um den Einsturz unserer Demokratie zu verhindern.