Unser Kolumnist findet es schade, dass Königin Beatrix nicht mit Jopie Heesters am Tisch sitzen will. Andererseits: Worüber sollte man auch plaudern? Augenzeugenberichte aus der Reichskanzlei hat die Witwe eines Nazis und Tochter eines SS-Reiters vermutlich genug gehört.
Der Bundespräsident feiert Weihnachten. Wie wir alle. Die Zäsur zwischen den Jahren nimmt den Druck aus dem völlig überhitzten Großstadtkessel geifernder Publizisten und gibt den Blick frei auf die große Kraft der Gelassenheit.
Die bürgerlichen Parteien entdecken in Zeiten höchster Bedrängnis die Nibelungentreue. Mit echter Bürgerlichkeit hat diese aber nichts zu tun.
Der Fall des Bundespräsidenten zeigt auf dramatische Weise: Deutschland hat ein Elitenproblem.
Bundespräsident Christian Wulff ist zurückgetreten. Nicht einmal 600 Tage hat er es im Amt ausgehalten. Jetzt ist guter Rat teuer: Wer soll in Bellevue einziehen? Das Kandidatenkarussell nimmt Fahrt auf.
Der Bundespräsident ist zurückgetreten. Und nicht nur in Burkina Faso, wo das ehemalige Staatsoberhaupt erwartet wurde, reibt man sich verwundert die Augen. Was ist das für ein Amt, um das die Deutschen sich gerade so viele Sorgen machen?
Die European-Leser haben auf Facebook entschieden: Martin Sonneborn soll Christian Wulff beerben. Und der nimmt die Wahl an. In einem kurzen Statement stellt er seine ganz besonderen Vorzüge für das Amt heraus.
Angela Merkel hat bislang nicht an Beliebtheit verloren. Ein kleines Wunder. Doch jetzt muss die Kanzlerin aufpassen, denn mit Wulff ist schon ihr zweiter Bellevue-Favorit gefallen.
Auf Schloss Bellevue ist eine Stelle vakant. Christian Wulff musste sich am Ende geschlagen geben, er war dem Amt nicht gewachsen. Jetzt gilt es, einen würdigen Nachfolger zu suchen.
Christian Wulff ist weg, Joachim Gauck ist zu seinem Nachfolger gewählt worden. Doch der Konsenskandidat der großen Parteien ist ein eigenwilliger Charakter. Was erwartet Deutschland, wenn Gauck in Bellevue einzieht?