„Ehe jetzt einer im 20. Stock sitzt und den ganzen Tag nur fernsieht, bin ich schon fast erleichtert, wenn er ein bisschen schwarz arbeitet.“ Thilo Sarrazin
Die Kruzifix-Debatte lässt Görlach und Posener keine Ruhe. Jetzt streiten sie über die religiöse Vereidigung von Ministern. Jesus schickte die Gläubigen zum Gebet zwar in die Kammer, doch hielt er auch am gemeinschaftlichen Ausleben des Glaubens fest.
Der Bundesregierung ist es 12 Millionen Euro wert, islamische Religionsgelehrte an staatlichen Universitäten auszubilden. Sollte sich die Entwicklung der christlichen Konfessionen wiederholen, ist damit die Säkularisierung und Entkernung des Islam eingeläutet.
Der Voltaire an der Spitze der FDP, Christian Lindner, hofft, mit Kirchen-Bashing Wählerstimmen zu gewinnen. Nur: Kein Kirchenmann hat behauptet, das Christentum sei die Staatsreligion Deutschlands, wie Lindner insinuiert. Der Kulturkampf muss nun ganz schnell zum Bruch der Koalition mit der CDU führen. Mit der FDP ist keine konservative Regierung mehr zu machen.
Die christliche Tradition bildet die Grundlage des Grundgesetzes. Sie umschreibt den Wertekanon, auf dem unsere Gesellschaft fußt. Der Versuch der FDP, diese Rückbesinnung durch integrationspolitische Beliebigkeit zu ersetzen, ist zum Scheitern verurteilt.
In den Revolutionen Nordafrikas liegt eine große Chance, auch für den Westen – säkulare Regierungen könnten emanzipiert auf Augenhöhe mit der EU verhandeln. Mit den Fundamentalisten ist dagegen kein Staat zu machen und daran sind nicht zuletzt wir Europäer schuld.