„Es kommt gewiss nicht bloß auf das Äußere einer Frau an. Auch die Dessous sind wichtig.“ Karl Kraus
Für Benedikt Lux, Berliner Abgeordneter und Innen- und Rechtspolitiker der Grünen, ist eine Zusammenarbeit mit der CDU kein Tabu, sondern wegen der Krise der SPD politische Notwendigkeit. Nach dem Parteitag in Rostock ist klar: Die Grünen können jetzt mit allen koalieren. Doch mit der neuen Regierung wird nicht gekuschelt.
Der Zerfall der Koalition in Hamburg ist halb so schlimm. Auch die erste rot-grüne Landesregierung hielt nur 15 Monate durch. Die Grünen haben in Hamburg gezeigt, dass es ihnen nicht um die Totalopposition geht. Sie sind bereit für die Regierungsverantwortung.
Die Koalition soll ruhig weiterwursteln, Westerwelle soll ruhig im Amt bleiben – dann können wir die Selbstzerstörung noch zwei Jahre beobachten, während sich die SPD nachhaltig neu formiert. Großes Popcorn-Kino wäre das!
Das Scheitern der rot-grünen Koalitionsverhandlungen könnte auch Auswirkungen auf die Bundespolitik haben, schreibt Thorsten Beermann beim Spiegelfechter:
Das Bild der rot-grünen Zweisamkeit zerbricht, in Berlin genauso wie in Baden-Württemberg. Der Wähler hat ein Problem: Die Alternativen zu schwarz-gelb sind rar. Solange SPD und Grüne selbst nicht wissen, wofür sie stehen, sitzt die Kanzlerin fest im Sattel.
Dem FrauenMediaTurm in Köln sollen die Mittel gekürzt werden. Alice Schwarzer verknüpft das feministische Archiv wie immer zu eng mit ihrer eigenen Person.