Im Interview mit The European spricht der emeritierte Psychologieprofessor Philip Zimbardo über US-Folter-Gefängnisse, warum alle Institutionen im Westen auf dem Individuum des Christentums basieren – und warum man Abu Ghraib nicht mit Auschwitz vergleichen kann. Das Gespräch führte Alexander Görlach.
Neue Kommunikationstechnologien bereichern unser Alltagsleben und machen uns gleichzeitig abhängig. Doch zum Glück gibt es die Experimente des Psychologen B. F. Skinner. Denn letztendlich sind wir wie Laborratten auf der Suche nach Futter – und können uns auch selbst überlisten.
Entscheidungen, die wir unter dem Einfluss starker Emotionen treffen, sind oftmals schlecht. Gleichzeitig werden diese Entscheidungen vom Gehirn als Handlungsgrundlage für die Zukunft abgespeichert. Wir ärgern uns also nicht nur einmal über uns selbst, sondern immer wieder.
“Kostenlos” oder “umsonst” – wir lassen unsere Entscheidungen durch solche Schlagworte stark beeinflussen. Gut ist das nicht unbedingt, wie eine Studie in einem New Yorker Nachtclub zeigt.
Wir leben in einer Konsumgesellschaft. Die Produkte und Dienstleistungen sind dabei oft weniger wichtig als ihre Symbolik und die Anerkennung, die sie uns bringen. Das können wir nutzen. Durch gezielte Anreize lässt sich unser Verhalten vorhersagen und beeinflussen.
Warum sind Amerikaner so trübselig? Vielleicht hängt es damit zusammen, dass wir es gewohnt sind, immer wieder eins über die Rübe zu bekommen. Eine Überwindung der Krise fängt damit an, dass wir uns mental wieder aufrichten.
Mein Haus, mein Auto, mein Urlaub … ab einem gewissen Punkt bringt uns ein Mehr an Gütern kein Mehr an Zufriedenheit. Wenn wir weiterhin das gefühlte Lebensglück aus der wirtschaftlichen Gleichung ausklammern, werden wir wohl nie so richtig zufrieden sein; schon gar nicht als Gesellschaft.
Er studierte Philosophie, Germanistik und Psychologie in Jena und Poitiers. Von 2006 bis 2008 war Robert Lembke Mitarbeiter an der Universität Jena. Er schreibt für das Magazin Tabula Rasa und “FUGE – Zeitschrift für Religion und Moderne”.
Die Gynäkologin ist Gründerin und Geschäftsführerin der Frauenrechtsorganisation medica mondiale. Die Organisation leistet medizinische und psychologische Hilfe für vom Krieg traumatisierte Frauen und Mädchen. Dr. Monika Hauser wurde für ihr Engagement mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. So erhielt sie 2008 den Alternativen Nobelpreis (Right Livelihood Award). Im März 2011 wurde sie von Reader’s Digest zur „Europäerin des Jahres 2011“ gekürt.
Wie bemisst sich der Wert der Dinge? Immer mehr Initiativen experimentieren mit freiwilligen Beiträgen anstelle von fixen Preisen – mit Erfolg. Möglicherweise ist Geiz eben doch nicht geil.