Musikvideos sind das Leitfossil audiovisueller Popkultur von 1981 bis 2005: von der Landung des Moon Man bis zur Landung von YouTube.
Möglicherweise sind Indie und Techno zwei verschiedene Welten, möglicherweise verbindet die beiden aber mehr, als man denkt, und möglicherweise ist es doch nur eine Definitionsfrage.
20 Jahre nach der ersten “Love-Parade” feiert ein anderes ehemaliges Underground-Phänomen seinen Höhepunkt im Mainstream: Ist Indie das neue Techno?
Viele werden der eigentlichen Kultur müde und sind als Touristen in anderen Szenen unterwegs, wechselseitige Besucher sind an der Tagesordnung.
Ein Urheberrecht wird immer dann eingefordert, wenn sich ein Werk medial vervielfältigen lässt. Die aus dem Verlagswesen stammenden Urheberrechtsgesetze greifen heute ins Leere, da sich Musik in der digitalen Kultur entmaterialisiert und durch Privatkopien weitergegeben wird. Abhilfe kann hier nur eine “Kulturflatrate” schaffen.
Die “Gude Laune”, die Techno-Papa Sven Väth immer wieder verkündet, ist in der Szene nach den schrecklichen Ereignissen von Duisburg getrübt. Aber ein Ende der Bewegung ist lange nicht in Sicht – vor allem, weil die Loveparade schon lange nicht mehr für den wahren Spirit des Techno steht.
Das Unglück von Duisburg hat allenthalben der Event-Sucht der Veranstalter ein Ende gesetzt. Die Technokultur bleibt davon unbeeinträchtigt. Wer jetzt den Abgesang eines Zeitalters anstimmt, verkennt, dass Techno gesellschaftspolitisch nicht mehr als eine Marginalie darstellt.