Der 1921 im polnischen Łódź als Sohn deutscher Eltern geborene Dedecius arbeitet als Übersetzer. Während der Kriegsgefangenschaft eignete er sich die russische Sprache an und übersetzte nach Ende des Krieges bis heute zahlreiche bedeutende polnische Literaten. Dedecius gründete 1979 das „Deutsche Polen-Institut“ in Darmstadt und war bis 1999 dessen Direktor. Er hält zahlreiche Ehrendoktorwürden.
Die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen spricht im Interview mit The European über die Unterstützung der Kanzlerin, Fehler vonseiten des Außenministers, Aufgabe ihrer Stiftung und konservative Werte.
Der Journalist wurde 1964 geboren. Nach dem Studium (Osteuropäische Geschichte, Politikwissenschaft, Slawistik; Promotion über Russland nach 1990) war Gnauck Redakteur bei der „FAZ“ und zog 1999 als Korrespondent für die „Welt“ in die polnische Hauptstadt, wo er heute lebt. Gnauck ist Autor eines Büchleins über Warschau und einer kritischen Biografie über Marcel Reich-Ranickis, die 2009 unter dem Titel „Wolke und Weide“ erschien.
Früher galten die Kaczynskis mit ihrer rabiaten Sicherheitspolitik als Sheriffs, die auch der EU überaus kritisch gegenüberstanden. Nach dem tragischen Tod von Lech Kaczynski scheint alles anders – Zwillingsbruder Jaroslaw geht auf Kuschelkurs, um seinen Bruder im Amt zu beerben.
Der Politologe wurde 1960 geboren. Freudenstein ist stellvertretender Direktor und Forschungsleiter im „Centre for European Studies“, der parteinahen Stiftung der Europäischen Volkspartei. Zuvor war Freudenstein Mitarbeiter der „Deutschen Gesellschaft für Auswärtige“ Politik in Bonn, Mitarbeiter im Planungsstab für Außenpolitik der EU-Kommission in Brüssel, Leiter des Warschauer Büros der „Konrad Adenauer Stiftung“ (KAS) und leitender Mitarbeiter der Zentrale der KAS in Berlin. Freudenstein studierte Politikwissenschaft, Japanologie und Wirtschaft in Bonn und Los Angeles.
Polen braucht eine konstruktive Berechenbarkeit – mit Jaroslaw Kaczynski ist das nicht zu machen. Trotz seines gemäßigten Auftretens würde er als Präsident weiter zündeln, auch auf EU-Ebene.
Der rechtspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion ist Mitglied im Rechtsausschuss und im EU-Ausschuss, wo er sich mit allen Facetten der nationalen und europäischen Rechtspolitik auseinandersetzt. Er hat in Heidelberg, Mannheim und München Soziologie, Politische Wissenschaften und Jurisprudenz studiert. Nach dem Studium arbeitete Montag als freiberuflicher Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht. Seit 1984 ist er Mitglied der Grünen und war von 1998-2002 Landesvorsitzender der bayerischen Grünen.
In Deutschland wird es keine größeren Anstrengungen zur unkonventionellen Gasförderung aus Gestein geben. Zum Glück, denn die Methode verbraucht nicht nur Unmengen an Trinkwasser, sondern setzt auch giftige Stoffe in der Umwelt frei – von den Klimazielen müsste sich Deutschland dann verabschieden.
ACTA, das Handelsabkommen zur Abwehr von Fälschungen und Produktpiraterie, wurde von den meisten Vertretern der EU-Staaten unterzeichnet. Ihre fatale Hoffnung: mit der Vergangenheit die Zukunft zu sichern.