Hat es jemals eine Päpstin gegeben, wie der gleichnamige Film von Regisseur Sönke Wortmann behauptet? Im Interview mit The European spricht der Kirchenkenner und Autor Michael Hesemann über Ungereimtheiten der Geschichte und eine originelle Satire.
Der Zölibat ist keine pragmatische Einrichtung, und eben deshalb kann er nicht einfach abgeschafft werden – kein Papst würde das je tun. Wer dagegen wettert, hat nicht verstanden, dass die Ehelosigkeit ein Einspruch ist gegen die Vertröstungen des Diesseits.
Überwachung pur. Das ist der Ansatz der katholischen Kirche, meint Eugen Drewermann. Dass die heilige Institution den Menschen die Erotik verbieten will, erinnert den suspendierten Priester und Kirchenkritiker an George Orwells Klassiker 1984.
Posener und Görlach setzen ihren Streit über das Verhältnis von Christentum und Judentum fort. Der immanente Widerspruch im Missionsauftrag der Christen und dem Bekenntnis, dass der “Alte Bund“ zwischen Juden und Gott noch besteht, wird zum unüberwindbaren Hindernis im interreligiösen Austausch – oder?
Heiner Geißler fordert in seinem neuen Buch die “radikale Umkehr” zur Erneuerung der Kirche. Es bleibt das Gefühl, der S21-Schlichter fühle sich zum Papst berufen.
Die heutige Gesellschaft ist in Glaubensfragen schon lange nicht mehr homogen. Doch wenn Glaube ein Stützpfeiler sein soll, dann kann man sich nicht an dem orientieren, was schick und angesagt ist.
Geboren 1951 in Kaldenkirchen, führte ihn sein Studium über Innsbruck an die Päpstliche Universität Gregoriana (PUG) nach Rom. 1976 wurde Imkamp zum Priester geweiht und 1982 an der PUG promoviert. 1983 wurde er erstmals zum Consultor an der Heiligsprechungskongregation ernannt und seit 1988 ist er Wallfahrtsdirektor von Maria Vesperbild.