„Jeder Versuch, die Gewerbesteuer durch notdürftige Hilfskonstrukte zu ersetzen, muss abgewehrt werden.“ Christian Ude
Mit Pakistan eine moderne und moderate Religionsausübung zu verbinden, käme heutzutage den wenigsten Menschen in den Sinn. Doch ein Blick in die pakistanische Geschichte fördert die Sehnsucht der Menschen nach einem offenen Islam zutage.
Alle Welt schaut auf das Pulverfass Afghanistan. Bevor es entschärft werden kann, muss jedoch ein anderer Konflikt gelöst werden: Indien und Pakistan müssen sich verbünden. Denn damit Pakistan im Westen Taliban jagen kann, muss Indien dem Erzrivalen im Osten Luft lassen. Und Neu-Delhi scheint bereit, das Risiko einzugehen.
In Afghanistan kommen deutsche Soldaten ums Leben, in einem Einsatz, der längst nicht mehr nur den zivilen Aufbau des Landes schützen soll. Die Bundeswehr soll auch ökonomische Interessen schützen, ob das die deutsche Bevölkerung nun wahrhaben will oder nicht.
Bin Ladens Tod erleichtert die Vereinigten Staaten. Doch gleichzeitig wirft er das Schlaglicht auf Amerikas nächste Herausforderung – und diese ist ebenso hausgemacht wie es der Top-Terrorist war.
Osama bin Ladens Tod wurde von deutschen Spitzenpolitikern ganz offenbar mit Genugtuung begrüßt. Dabei sollte doch gerade der christlich-geprägten Kanzlerin klar sein, dass der Tod eines Menschen niemals Grund zur Freude sein kann. Die völkerrechtlichen Implikationen noch nicht einmal angesprochen.
Für die afghanische Regierung ist die Entdeckung Bin Ladens in Pakistan Grund zur Genugtuung. Nicht in ihrem Land, sondern beim benachbarten US-Partner hat sich der Terroristenführer versteckt. Die regionale Dimension des Konflikts wird hier besonders deutlich.
Nach einem tödlichen NATO-Angriff auf pakistanische Grenzbeamte am Wochenende, liegen in der Region die Nerven blank.
Die amerikanische Regierung fürchtet den Verlust ihrer Stimme im weltweiten Diskurs. Ihre Angst ist unbegründet – denn das Kind ist bereits in den Brunnen gefallen.