Im Wochentakt kündigen Verlage neue Strategien für Bezahlinhalte im Internet an. Doch die meisten Strategien werden scheitern. Dabei würde es schon reichen, die neuen Möglichkeiten der Technik zu nutzen.
Die Medienlandschaft ist im Wandel, das Bedürfnis nach Mitbestimmung wächst, und das Internet bedient diesen Wunsch. Ob sich klassische Nachrichten in einem solchen Umfeld noch verkaufen lassen, scheint fraglich.
Immer mehr Autoren finden ihre Leser ohne die Hilfe etablierter Verlage und Institutionen. Sie versuchen sich an moderner Technik, finden neue Partner, schmieden überraschende Koalitionen. Es ist eine aufregende neue Welt.
Ich habe nichts gegen die Bezahlung für Inhalte. Immerhin habe auch ich ein Buch zu verkaufen. Ich glaube aber, dass die Errichtung von Pay Walls eine schlechte Geschäftsentscheidung ist.
Verlage sollten sich in Zukunft zu Dienstleistern wandeln und vor allem ihre lokalen Communitys ausbauen und diese mit allem bedienen, was sie sich wünschen. Eins passt da ganz sicher nicht dazu: Geld für Inhalte verlangen.
Ein Angebot von Stefan Austs Die Woche würde er nicht kategorisch ablehnen, obwohl das Segment mit dem Spiegel und dem Stern bereits gut besetzt ist. Dennoch liegt für Matthias Matussek die Zukunft in digitalen Medien wie iPad & Co.
Es sind nicht mehr die Zeitungen, die den Kitt unserer Gesellschaft bilden. Auch wenn Helmut Heinen und Mathias Döpfner das gern so hätten. Das bidirektionale Medium Internet kann Inhalte sowohl viral (Unterhaltung) als auch zielführend (Sachthemen) und einfach effektiver an den Nutzer bringen. Ganz ohne Verlag.
Arianna Huffington hat für 315 Millionen Dollar ihre Huffington Post verkauft. Ihre Blogger sehen davon keinen Cent. Ist das gerecht? Falsche Frage.
Wer den Journalismus am Leben erhalten möchte, muss vor allem eines tun: Journalismus machen.
Auch in Deutschland gewinnen Blogs an Bedeutung – ob für den Journalismus oder die Politik. Wie deutsche Blogger ihre Wirkmacht einschätzen, welche Themen sie besser bedienen können als klassische Medien und wie sich damit am Ende Geld verdienen lässt, erklärt die Blog-Forscherin Stine Eckert im Gespräch mit Bastian Steineck.