Der Autor studierte Filmwissenschaft und Philosophie, er bloggt und arbeitet als Filmkritiker in Berlin. Als Anhänger der Post-Privacy-Bewegung experimentiert Heller mit der Veröffentlichung von Daten und Informationen im Netz, 2011 erschien dazu sein Buch „Post-Privacy – Prima leben ohne Privatspähre“.
Die Essays und Kommentare des Professor für Medienwissenschaft erscheinen in vielen Tages- und Wochenzeitungen. Zu den zentralen Themen seiner Forschungs-, Berater- und Vortragstätigkeit gehören: die Dynamik öffentlicher Empörung, Medienskandale und Fragen der Medienethik, Kommunikationsmodelle und Kommunikationstheorien, Inszenierungsstile in Politik und Medien, Journalismus und Prominenz. Gemeinsam mit Jens Bergmann veröffentliche er das Buch „Skandal! Die Macht öffentlicher Empörung.“
Was ist Privatleben und was ist Angelegenheit öffentlichen Interesses? Affären, außereheliche Kinder, Betrug, Verrat und Lügen spielen sich unter dem strahlend weißen Deckmäntelchen so mancher Politiker ab. Doch darf dieses in aller Öffentlichkeit gelüftet werden? Und wenn ja, wer darf dies und mit welchen Mitteln? Wo andere von Grauzonen sprechen, zieht Beate Wedekind klare Linien.
Die Mitte darf zum politischen Geschehen nicht schweigen und die Bühne damit den Feinden der Gesellschaftsordnung überlassen. Denn die Politik reagiert nur dann, wenn der Protest unüberhörbar ist.
Julian Assange wird zu Recht kritisiert, Wikileaks nicht. Die Veröffentlichung von Dokumenten steht in einer langen Tradition investigativer Enthüllungen und kritischer Distanz zur Macht. Sie bringt die Demokratie voran.
Die Unschuldsvermutung des deutschen Strafrechts gerät ins Hintertreffen, sobald sich das Ermittlungsverfahren gegen einen Prominenten richtet. Dies wird derzeit am Fall des Wettermoderators Jörg Kachelmann deutlich.
In der Politik wurde die Trennung von Privatem und Öffentlichem schon früh aufgegeben. Was jemand wie Christian Wulff beichten soll und was lieber für sich behalten, das kann das Wahlvolk aber recht gut einschätzen.
Schweigen scheint nicht möglich: In der RTL-Dschungelshow geht es um soziale Interaktion, um Wahrhaftigkeit und Prinzipientreue. Das mediale Soziallabor funktioniert dabei wie das Web 2.0, denn es besteht die Pflicht zur Äußerung.
Jo Groebel über die längerfristigen Konsequenzen der öffentlichen Trauer um Robert Enke.
Ein voreiliger Abzug aus Afghanistan ist weder verantwortungsbewusst, noch im Einklang mit der Solidarität im westlichen Bündnis. Das muss die Politik der Bevölkerung vermitteln – auch wenn es nur wenig Beifall dafür gibt.