Die SPD-Politikerin wurde 1961 geboren. Kraft ist amtierende Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen. 2010 trat sie gegen Jürgen Rüttgers an und löste ihn in Düsseldorf ab. Ihre Minderheitsregierung mit den Grünen hielt zwei Jahre. Am 13. Mai 2012 wurde sie im Amt bestätigt – Rot-Grün hält seither eine komfortable Mehrheit. Hannelore Kraft ist seit 2007 Vorsitzende der SPD in NRW – dem stärksten Landesverband der Sozialdemokraten. Unter den Ministerpräsidenten Wolfgang Clement und Peer Steinbrück war sie unter anderem Ministerin für Wissenschaft und Forschung.
Der CDU-Politiker war von 2009 bis 2012 Bundesumweltminister. Röttgen wurde 1965 geboren und trat 1982 in die CDU ein. Im Mai 2012 forderte er als Spitzenkandidat der CDU in Nordrhein-Westfalen die amtierende Ministerpräsidentin Hannelore Kraft heraus und kassierte eine bittere Niederlage. Noch am Wahlabend gab Röttgen seinen Rücktritt vom Landesvorsitz bekannt, wenige Tage später seinen Rücktritt als Bundesumweltminister. Röttgen war von 2005 bis 2009 Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, seit 2010 ist er stellvertretender CDU-Bundesvorsitzender. Röttgen hat in Bonn in Rechtswissenschaft promoviert.
Der Bundestagsabgeordnete Konstantin von Notz will sich nicht auf Schwarz-Grün festlegen. Die Politik der Kanzlerin hält er für rhetorisch. Im Interview mit The European spricht er außerdem über den gescheiterten Klimagipfel von Kopenhagen, die Kernthemen seiner Partei und was passieren würde, bekämen die Grünen tatsächlich 16 Prozent der Wahlstimmen.
Natürlich ware es ein verlockendes Experiment: Schwarz-Grün im größten Bundesland als Vorstufe zu Schwarz-Grün im Bund 2013. Und wenn die Zahlen es am Wahltag nicht anders hergeben, würde NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers diese Koalition wohl auch versuchen – auch wenn er sich jetzt gerade klar zur FDP als Wunschpartner bekannt hat.
NRW-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft (SPD) geht in die Offensive. Die Steuerpolitik von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers nennt sie Irrsinn. Vor allem in der Gesundheits- und Arbeitsmarktpolitik hält sie den Amtsinhaber für unsozial. Kraft will für Mindestlöhne kämpfen.
Die Linke will in NRW an die Macht – Schluss mit käuflicher Politik und Sozialabbau. Sahra Wagenknecht kritisiert die Verschleppung der Griechenland-Hilfen, bittet die Banken zur Kasse und fordert einen für alle bezahlbaren Zugang zu Wohnraum, Wasser und Energie.
Nach dem Wahl-Thriller und der knapp verpassten Auferstehung von Rot-Grün folgt die spannende Suche nach anderen Mehrheiten in Nordrhein-Westfalen.
Ein politisches Erdbeben hat am Sonntag das Land erschüttert, in Berlin regiert jetzt wieder die Große Koalition. Schwarz-Gelb wurde in NRW entzaubert, Merkel ist eine Kanzlerin auf Abruf.
Große Koalition oder Rot-Rot-Grün? Parteienforscher Karl-Rudolf Korte sieht im Linksbündnis ein Risiko für die SPD. Die Große Koalition hingegen würde von verlässlichen Vertragspartnern getragen.
Das Interview führte Alexander Görlach.
Die erdrutschartigen Verluste der CDU in Nordrhein-Westfalen müssen aufgearbeitet werden. Doch neben der CDU ist auch Guido Westerwelle der große Verlierer der Wahl. Kanzlerin Angela Merkel wird es jetzt einfacher haben, in Berlin zu regieren.