Der Politologe und Publizist ist externer Mitarbeiter am „Vidal Sassoon International Center for the Study of Antisemitism“ der Hebrew-University in Jerusalem. Außerdem ist Küntzel Autor mehrerer Sachbücher sowie Vorstandsmitglied der internationalen Wissenschaftlervereinigung „Scholars For Peace In The Middle East“.
Er, Jahrgang 1979 und aufgewachsen im Westerwald, studierte Journalistik und Politik in Leipzig und an der New York University. Er schrieb unter anderem für die „taz“, die „Berliner Zeitung“ und den „Spiegel“. Nach dem Studium volontierte er bei der „Frankfurter Rundschau“ und berichtete unter anderem aus dem Nahen Osten. 2008 ging er mit einem Arthur-F.-Burns-Stipendium für zwei Monate zu „The Philadelphia Inquirer“ und berichtete über den US-Wahlkampf. Heute arbeitet Löhe als freier Journalist in Berlin.
Der 1964 in Mumbai geborene Journalist ist Chefredakteur von „Newsweek International“ und hat an der Harvard University in Politikwissenschaften promoviert, wo ihn unter anderem Samuel P. Huntington unterrichtete. Zakaria war zunächst Managing Editor des Magazins „Foreign Affairs“ und Redakteur bei „Newsweek International“. Seit 2008 führt er die Interview-Sendung „Fareed Zakaria GPS“ auf CNN.
Der 1977 in Wuppertal geborene Journalist ist Mitherausgeber des Magazins „Zenith – Zeitschrift für den Orient“. Gerlach studierte Geschichte und Orientalistik in Hamburg und Paris. Als freier Mitarbeiter und Autor zahlreicher TV-Dokumentationen, vornehmlich zu Themen des Nahen Ostens und der islamischen Welt, hat er sich einen Namen gemacht. Gerlach ist außerdem Mitgründer und Chefredakteur des Deutschen Levante Verlags.
Israels rechte Regierung hat im Ausland derzeit wenig Freunde. Europäische Politiker und Diplomaten denken nostalgisch an die Zeiten, da in Jerusalem eine freundliche Linke mit politischen Idealen herrschte. Doch das ist eine Lebenslüge der internationalen Politik.
Es wird unermüdlich wiederholt: Tauben mögen den Frieden symbolisieren; aber nur Falken können ihn bringen. Das würde heißen, dass nur eine rechte israelische Regierung in der Lage ist, Frieden zu schließen. Ein Blick in die Geschichte zeigt jedoch, dass das so nicht stimmt.
Nicht selten schmückt sich Israel mit der Behauptung, es sei die einzige Demokratie im Nahen Osten. Vor allem im Konflikt mit seinen arabischen Nachbarn wird dieses Ass gerne aus dem Ärmel gezogen. Aber ist Israel überhaupt eine Demokratie, kann es jemals eine sein?
Die einseitige Gründung eines unabhängigen Palästinenserstaates ist nicht mehr als ein klassisches Ablenkungsmanöver. Hamas und Fatah sind heillos verstritten. Doch solange es den Sündenbock Israel gibt, sucht niemand die Schuld in den eigenen Reihen. Tatsache ist, für Verhandlungen braucht Israel einen Verhandlungspartner. Jemand, der die Palästinenser als Einheit vertreten kann.
In der Balfour-Deklaration von 1917 befürwortete England eine Gründung Israels, wenn “nichts getan werden soll, was die bürgerlichen und religiösen Rechte bestehender nicht jüdischer Gemeinschaften in Palästina … beeinträchtigen könnte”. Knapp ein Jahrhundert später ist Israel gegründet, aber ein Fünftel der Bewohner, die arabische Minderheit, fühlt sich mehr als beeinträchtigt.
Angeblich wird im kommenden Januar in den palästinensischen Gebieten gewählt. Viel wahrscheinlicher ist aber ein Wahlboykott in Gaza und damit weder ein gemeinsames Parlament noch ein gemeinsamer Präsident noch Frieden.