Während ich diesen Artikel schreibe, sitze ich auf dem Rücksitz eines Autos. Den Fahrer habe ich gebeten, die ganze Fahrt über das Radio laufen zu lassen. Privat höre ich nämlich eher selten bis gar nicht Radio. Deshalb weiß ich nämlich überhaupt nicht, wie es um die Radio-Stars heutzutage so bestellt ist. Eins weiß ich jedoch sicher, Radio in Deutschland ist eine Katastrophe. Aber ich schweife ab. Schließlich geht es darum, dass unser Alltags-Tool Internet die Plattenindustrie in den Ruin getrieben haben soll. Zumindest soll das folgende These besagen: Internet killed the radio star.
Möglicherweise sind Indie und Techno zwei verschiedene Welten, möglicherweise verbindet die beiden aber mehr, als man denkt, und möglicherweise ist es doch nur eine Definitionsfrage.
Die jetzige Krise der Musikindustrie ist eine Krise der Vermarktung und nicht der Musik selbst. Das Interesse an Musik und Musikfernsehen ist nach wie vor ungebrochen. Die Herausforderung besteht darin, neue Formate zu entwickeln.
Das Internet hat das klassische Medienkommunikationsmodell grundsätzlich geändert. Die traditionellen Rollen verschwimmen und müssen neu betrachtet und bewertet werden.
Es ist höchste Zeit, Maßnahmen zu ergreifen, die den tatsächlichen Musikgeschmack und Musikkonsum der Menschen abbilden. Echte nutzergenerierte Charts findet man bei Spotify, Simfy, Last.fm etc. – und die haben mehr Aussagekraft als eine Top-100-Liste auf Papier.
13 Nominierungen zu den MTV Video Music Awards 2010 sind Rekord, acht hat sie schließlich gewonnen: Mit Lady Gaga hat die Musikindustrie ihren vorläufigen Höhepunkt medialer Inszenierung erreicht. Sie ist die perfekte Symbiose von Geschäft und Kunst.
Ob Konsumenten digitale Bücher kaufen, hängt auch damit zusammen, wie man sie an die Neuerung heranführt. Die Buchindustrie darf genau dies nicht verpassen.