Spätestens seit Obamas Wahlkampf ist vielen Politstrategen das Potenzial von sozialen Netzwerken bewusst. Sie eröffnen breite Kanäle für die (Selbst-)Organisation von Menschen hinter bestimmten Kandidaten oder Initiativen. Doch wird die Politik dadurch auch zu mehr Verantwortung gezogen.
Zuhören, überzeugen, mobilisieren – klassische Kampagnenarbeit und das Prinzip der Mitgliederpartei werden durch das Social Web gestärkt. Auch wenn der Obama-Rausch verflogen ist, wollen die Parteizentralen in Deutschland ihre Anhänger in sozialen Netzwerken weiter unterstützen.
Jacob Weisberg ist Chefredakteur der Slate Mediengruppe. Mit Alexander Görlach sprach er über das Geschäftsmodell von Slate und die enorme Bedeutung von Experimentalismus im Internet.
Gibt es eine objektive, unumstößliche Wahrheit? Oder brechen sich Wahrheitsansprüche im Diskurs an den Behauptungen der anderen. Meinung oder Wahrheit? Die Antwort auf diese Frage hat massive Auswirkungen auf unser Menschenbild.
Seit heute hat der International Herald Tribune – der internationale Ableger der New York Times – die Meinungsseite deutlich ausgebaut.
Journalismus ist, möglichst viele Meinungen zu haben. Es muss ja nicht die eigene sein.