„Die Beamten laufen bleich und übel riechend herum, weil die Arbeitsbelastung so hoch ist.“ Thilo Sarrazin
Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bischöfin Margot Käßmann, fordert von der Politik ein Ende des Krieges in Afghanistan und wünscht sich mehr Fantasie, wenn über die Strategien, die dem Land einen gerechten Frieden bringen sollen, entschieden wird. Christen haben dabei nur die Option, gegen den bewaffneten Einsatz zu stimmen, findet die Geistliche.
Der Rücktritt der Ratsvorsitzenden war unumgänglich. Glaubensgemeinschaften ohne Glaubwürdigkeit gehen zugrunde. Die evangelische Kirche hat nun die Chance auf einen geistlichen Neuanfang.
Auf dem Ökumenischen Kirchentag in München wurde Margot Käßmann frenetisch bejubelt. Warum eigentlich? Ihre Feier des Gefühls und der Subjektivität hat nur geringe geistliche Qualitäten.
Staatsoberhaupt wird Roland Koch sicher nicht, alles andere kann er jetzt werden. Wann geht zum Beispiel noch einmal Herr Trichet in Pension? Durch seinen Abgang ohne Not hält sich der Hesse alle Türen zur Macht offen. Angela Merkel und er sind sich ähnlicher, als wir auf den ersten Blick glauben.
Der Countdown läuft, in 28 Tagen haben wir einen neuen Bundespräsidenten oder eine neue Bundespräsidentin. Wolfgang Schäuble ist prädestiniert für das Amt – er könnte die Deutschen durch die Finanzkrise steuern.
Maria Jepsen trat zurück. Mit ihr verliert nach Margot Käßmann eine weitere feministische Bischöfin ihr Leitungsamt. Auch in anderen Fällen zeigt sich: Wo Betroffenheit und Subjektivität dominieren, wird Glaube zum Kitsch.
Wozu brauchen wir die evangelische Kirche, wenn es schon die Linkspartei gibt?
Margot Käßmann und Hans Küng teilen schon lange ihre Feind- und ihre Vorbilder. Konsequent wäre da die Gründung einer eigenen gemeinsamen Kirche.
Endlich raus aus Afghanistan! ‘Nach uns die Sintflut’, das ist das Credo deutscher Außenpolitik am Hindukusch. Solange die Taliban nur auf eigenem Boden morden, können wir in Berlin immerhin wieder ruhig schlafen.
Der Gutmensch wäre fast Unwort des Jahres geworden. Doch die Entscheidung sagt wenig über den Begriff, sondern mehr über die Diskurskultur in Deutschland aus.