„Wenn es auf dem Weltfinanzmarkt brennt, dann muss gelöscht werden. Selbst wenn es sich um Brandstiftung handelt.“ Peer Steinbrück
Bei der Afghanistan-Konferenz in London stehen die Fragen nach Truppenaufstockung und einer Reintegration der Taliban im Vordergrund. Dabei gerät ins Hintertreffen, worum es beim Wiederaufbau ursprünglich gehen sollte: die Schaffung eines zivilen Staates, der auf eigenen Beinen stehen kann.
Bei TV-Serien mit einer durchgängigen Handlung wie bei “Lost” kann es fatal sein, auf jemanden mit Informationsvorsprung zu treffen. Denn ein Plot-Spoiler genießt die Macht seines Herrschaftswissens allzu gerne.
Das Ende von Schwarz-Gelb ist nahe. Während Journalisten die Stunden zählen, bis Neuwahlen ausgerufen werden, sollten wir uns jedoch darauf einstellen, dass Angela Merkel uns noch im Sommer 2013 regieren wird. Warum? Weil die Logik der Macht sich nicht am Gestaltungswillen von Reportern und Redakteuren orientiert.
Ohne Ideen gibt es keinen gesellschaftlichen Wandel. Was der Politik fehlt, sind Überzeugungen, die die Menschen bewegen. Um den Herausforderungen der Moderne zu begegnen, braucht es kollektive Verhaltensänderungen. Nur Ideen können dazu motivieren.
Wissen ist für gute Entscheidungen unerlässlich. Doch wenn Politik “Experten” überlassen wird, verlieren die Bürger Selbstbestimmung und Vielfalt. Demokratische Perspektiven liegen jenseits von Expertokratie oder Status quo.
Europa ist keine Weltmacht, auch wenn es alle Gegebenheiten dafür erfüllen würde. Seine Effektivität ist verhindert durch Trägheit und den Mangel an Übereinstimmung in fast jedem Punkt, wenn es um außenpolitische Herausforderungen geht.