20 Jahre nach der ersten “Love-Parade” feiert ein anderes ehemaliges Underground-Phänomen seinen Höhepunkt im Mainstream: Ist Indie das neue Techno?
Die “Gude Laune”, die Techno-Papa Sven Väth immer wieder verkündet, ist in der Szene nach den schrecklichen Ereignissen von Duisburg getrübt. Aber ein Ende der Bewegung ist lange nicht in Sicht – vor allem, weil die Loveparade schon lange nicht mehr für den wahren Spirit des Techno steht.
Das Unglück von Duisburg hat allenthalben der Event-Sucht der Veranstalter ein Ende gesetzt. Die Technokultur bleibt davon unbeeinträchtigt. Wer jetzt den Abgesang eines Zeitalters anstimmt, verkennt, dass Techno gesellschaftspolitisch nicht mehr als eine Marginalie darstellt.
Mit dem Stück “Born Slippy” aus dem Film “Trainspotting” landeten Underworld den Hit ihres Lebens. Die britischen Elektropioniere veröffentlichen nun mit “Barking“ ein neues Album. Karl Hyde sprach mit The European über Kommerzialisierung, Techno und Inspiration. Das Gespräch führten Luis Rosenberg und Daniel Fallenstein.
Mit großen Erwartungen hat Christian Wulff das Amt des Bundespräsidenten angetreten. Trotz eines verheißungsvollen Starts ist die bisherige Bilanz ernüchternd. Er könnte als Fehlbesetzung in die Geschichte eingehen.
Loveparade reloaded: Genau ein Jahr nach Duisburg wurde bei Facebook zum erneuten Tanzen um die Siegessäule aufgerufen. Das ist nicht nur geschmacklos, es ist auch völlig realitätsfern.
Ein Herrscher ohne Volk war Adolf Sauerland schon lange – nun haben ihn die Duisburger aus dem Schloss gejagt. Die Demokratie hat sich als wehrhaft erwiesen.