„Nur weil in einer Herde von Schafen eines schwarz ist, ist nicht gleich die ganze Herde schwarz.“ Bernd Heinrich Graf
Guttenberg hat eine erste Fehleinschätzung des Angriffs von Kunduz eingeräumt. Auf eine genaue Erklärung des Vorgangs wartet die Öffentlichkeit noch. Der charmante Aufsteiger hält dem Rücktrittsruf aus der Opposition allerdings stand.
Mit Guttenberg wurde ein Stück als gleichmacherisch und öde empfundene alte Bundesrepublik in die Tonne getreten. Wer heute Rücktrittsforderungen stellt, sollte sich mit dem Phänomen Guttenberg beschäftigen: Authentizität oder Inszenierung?
Baron zu Guttenberg hat das Kunduz-Bombardement und die nachfolgende Aufklärung bislang mit einem Adelsbonus gut überstanden. Dabei machte der Verteidigungsminister zu früh und schlecht informiert den Mund auf.
Karl-Theodor zu Guttenberg ist Pop. Daran wird auch die Kunduz-Affäre nichts ändern. Denn in der Tat gibt es bislang wenig Handfestes.
Ein Jahr ist seit dem Rücktritt von KT vergangen. Sein früherer Staatssekretär Walther Otremba hält ihn für den letzten Rock ‘n’ Roller der Politik.