„Wir können uns hier keine rumänischen Löhne leisten, weil wir hier keine rumänischen Preise haben.“ Gregor Gysi
Der Sturz von Scharping war der Anfang vom Ende. Sechs Vorsitzende hat die SPD seitdem verschlissen. Das wichtigste Parteiamt ist nachhaltig beschädigt. Jetzt hilft nur noch ein charismatischer Retter.
Er ist der letzte aufrechte Sozialdemokrat. Er ist die SPD. Doch die Bundestagswahl hat den Mythos Müntefering entzaubert. Die Partei gilt als depressiv und der scheidende Vorsitzende ist alles, nur kein Rezept für morgen.
Im Bundestagswahlkampf wurde eine Koalition mit der Linken kategorisch ausgeschlossen. Aber alle in der SPD wissen: Das war das letzte Mal. In Zukunft geht es nicht mehr um die Frage, ob ja oder nein. Sondern nur noch um das Wie.
Die SPD sucht einen neuen Vorsitzenden, man kann ihr nur wünschen, dass es am Ende nicht Klaus Wowereit wird. Berlins Regierender Bürgermeister versteht sich auf die Kunst des Schmeichelns, er ist aber niemand, der in der Partei die unterschiedlichen Flügel integrieren kann.
Großbritannien mag eine Kulturkrise bevorstehen, an den liebenswerten Marotten der Windsors wird aber auch das nicht viel ändern. Ein Auszug aus Alexander von Schönburgs Buch “Was sie immer schon über Könige wissen wollten, aber nie zu fragen wagten” mit einer kleinen Abhandlung über die kulinarischen Eigenarten des britischen Königshauses.
Die schwarz-gelbe Mehrheit im Bundesrat steht bei der NRW-Wahl auf dem Spiel. Sowohl Kanzlerin Merkel als auch FDP-Frontmann Westerwelle sitzen im selben Boot, dabei sind sie eigentlich nur verfreundet.
Der FDP-Chef ist nicht mehr zu halten: Er führt seine Partei nach rechts, er trennt Amt und privat nicht sauber. Die Parteibasis kommt mit dem Mövenpick-König, Luxushotel-Einweiher und Hartz-IV-Empfänger-Entehrer nicht mehr klar. Frau Merkel möchte keine vier Jahre mit ihm regieren. Sein Kopf wird rollen, bald schon.
Nach anfänglichem Schlingerkurs hat sich Obama mit seinem Krisenmanagement zur Ölkrise gefangen. Doch das Echo der vergangenen Monate wird die Regierung auch nach dem Stopp des Ölflusses und der Säuberung der Strände begleiten.