Der 1943 in London geborene Politiker war als Nachfolger von Margaret Thatcher Premierminister in Großbritannien (1990-1997). Major, dessen Vater als Zirkusartist Karriere gemacht hatte, kam erst über Umwege in die Politik: Er arbeitete als Busfahrer, verkaufte Versicherungen und machte in einer Bank Karriere. Auf den obligatorischen Adelsschlag verzichtete Major nachdem er das Amt des Premiers an Tony Blair abgeben musste.
Die Vergangenheit: Der Einzug ins weiße Haus wurde nicht vollzogen und auch Alaska hat sie den Rücken gekehrt. Die Gegenwart: In Streitgesprächen ist Sarah Palin so angriffslustig wie nie, schreibt an ihrer Autobiografie und wird von ihren Anhängern vermisst: Ein mögliches Comeback scheint nicht ausgeschlossen.
Der 1950 geborene Perry ist der Nachfolger von George W. Bush als Gouverneur von Texas. Der Republikaner steht prototypisch für den Konservatismus der Südstaaten. Aus seiner 2011 verkündeten Kandidatur für das Amt des US-Präsidenten wurde jedoch nichts.
Ein Gassenhauer geht so: Wer wüsste schon zu benennen, worin das unterscheidend Konservative heute besteht – in einer Zeit, die auf Tempo, Veränderung und Wandel geeicht ist?
Kanzlerin Angela Merkel hat es allen ihren Kritikern in der Partei gezeigt. Sie liefert Macht, und die Konservativen zahlen es mit Loyalität zurück, trotz des historisch schlechten Ergebnisses. Bleibt sie bei ihrem Stil, könnte sie eine Ära begründen.
Seyran Ateş ist mit den Grünen derzeit nicht grün, obwohl sie einst sogar Mitglied war. Auf ihre Parteikritik gab es bereits ein geteiltes Echo. Nun antwortet die Autorin auf The European, warum sie von der Integrationspolitik der Grünen so enttäuscht ist. Sie warnt davor, die Augen vor konservativen islamischen Kräften zu verschließen – und wehrt sich dagegen, als Nazi beschimpft zu werden.
Der “Alte aus Rhöndorf” würde sich im Grabe umdrehen: Anderthalb Stunden CDU-Grundsatzreden beim Fernsehduell und die Worte “Werte” und “christlich” kommen nicht vor. Das, wofür diese Begriffe stehen, ist so tot in der CDU wie Adenauer selbst.
Die Führungsfiguren der schwarz-gelben Koalition passen so gar nicht zum traditionellen Weltbild der Konservativen. Die Hintergründe über die neue Prinzipienlockerheit im bürgerlichen Lager.
Zum Reformationsfest heute als Katholik die Feststellung: Die Reformation muss weitergehen. Die Zeichen stehen auf Weiterfahrt.