„Eine Türkei, die sich wirklich vorbehaltlos gegenüber der politischen Kultur des Westens öffnet, wäre ein denkbares Mitglied.“ Heinrich August Winkler
Den Fetisch anderer Leute bestaunen, zwischen Lack und Leder spazieren gehen: Das kann unglaublich sein, wir dürfen nur nicht vergessen, dass wir – wenn schon nicht in synthetischem Gewand – noch lange nicht unsichtbar sind.
Die deutsch-türkische Anwältin und Schriftstellerin Seyran Ateş kämpft für die Rechte muslimischer Frauen und entfacht damit den Zorn islamischer Fundamentalisten. Nach jüngsten Morddrohungen hat Ateş sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Im Interview mit The European spricht sie über Doppelmoral, Körperfeindlichkeit, Männerängste und darüber, warum sie sich einen islamischen Oswald Kolle wünscht. Das Interview führte Guido Walter.
Die alten Geschlechterbilder von Mann und Frau sind überholt. Längst sind erweiterte Modelle Realität und wir müssen unsere Kinder schon früh darauf vorbereiten.