Der Zölibat ist keine pragmatische Einrichtung, und eben deshalb kann er nicht einfach abgeschafft werden – kein Papst würde das je tun. Wer dagegen wettert, hat nicht verstanden, dass die Ehelosigkeit ein Einspruch ist gegen die Vertröstungen des Diesseits.
Der Zölibat als Lebensweise, unverständlich in seiner Art und von Jesu selbst gelebt, ist so besonders, da er öffentlich ist. Martin Löwenstein SJ über den Zölibat und die Berufung, Gott zu dienen. Eine Antwort auf Alexander Kissler.
Die Soziologin wurde 1944 in Konstanz geboren. Seit ihrer Bekehrung zum katholischen Glauben setzt sch Kuby für konservative und christlich-fundamentale gesellschaftspolitische Positionen ein, bei denen sie Positionen des kirchlichen Lehramts verteidigt. Kuby ist Autorin mehrerer Bücher, wurde aber vor allem bekannt mit „Die Gender-Revolution – Relativismus in Aktion“ (2006)in der sie das Gender-Mainstreaming kritisierte. Kuby arbeitet zudem als Vortragsrednerin, Seminarleiterin und Übersetzerin.
Unser Kolumnist wundert sich über die Sehnsucht der Deutschen nach dem Konservativismus. Dabei haben sie nichts gründlicher erledigt als die Liebe zum Althergebrachten. Man meuchelt ja auch nicht die eigene Erbtante und heult dann an ihrem Grab herum.
Für vier Tage war Benedikt XVI. in gewisser Weise der Papst aller Briten. Selbst die Entourage des obersten Gottesdieners war überrascht von der Warmherzigkeit und den versöhnlichen Worten, die die für ihre Kampfeslust bekannte Inselpresse im Nachklang des ersten Papstbesuchs seit mehr als 500 Jahren fand.
Die deutschen Bischöfe holen sich Rat bei der Unternehmensberatung McKinsey. Doch beim Vatikan stoßen solche Initiativen auf wenig Gegenliebe. Für die Glaubenshüter in Rom drängt sich der Verdacht des Relativismus auf.
Der Bürger hat’s nicht leicht: Erst gehen ihm die Prolos ans Portemonnaie und wollen aufs Gymnasium, jetzt pfeifen die Barbaren auch noch auf seinen lieben Gott. Ob beides vielleicht miteinander zu tun hat?
Mein Freund Matthias Matussek schreibt ein Buch über seine Freude, katholisch zu sein. Katholisch sein, das sei ein Lebensgefühl, meint er. Damit will er seinen Glaubensgeschwistern ein von ihm attestiertes Minderwertigkeitsgefühl nehmen. Eine kleine Gegenrede.
Alexander Görlach hat in seiner Kolumne die katholische Kirche heftig kritisiert – zu Unrecht! Wir müssen mit Unwahrheiten über den Katholizismus aufräumen, wenn sich auch junge Menschen weiter für die Kirche begeistern sollen.
Neunzig Prozent der deutschen Katholiken gehen sonntags nicht mehr in die Kirche. Doch wer jetzt fordert, die Religion müsse sich den jeweiligen Moden anpassen, irrt. Die Kirche hat Wichtigeres zu tun, als jedem Trend hinterherzurennen.