Die Teilnehmer des Kongresses “Make Capitalism History” in Berlin bewundern die Schlauheit des Kapitalismus. Abschaffen wollen sie ihn trotzdem.
… oder Ehre sei unserem Deo, denn den Vertrag zur deutschen Einheit, den hat der Herrgott damals selbst geschrieben.
Dass es von allem immer zu viel gibt, ist nicht nur gelebte Unmoral und ruiniert den Planeten, sondern versaut einem auch genau den Einkaufsspaß, für den der Kapitalismus doch angeblich da ist.
Das Netz wird bourgeois. Die größten Verfechter der Datenschutzpolitik von Facebook und Google stammen inzwischen aus der Boheme. Für sie passt das Internet perfekt in die Welt des Konsumkapitalismus: Es erzählt eine Geschichte über Selbsterfindung, Innovation und Effizienz.
Was immer "zivilgesellschaftliches Engagement“ nun eigentlich ist: So es in der Hauptsache darin besteht, dass Konzerne ein paar Promille des Profits für Kinderspielplätze spenden, ist sie von mittelalterlicher Caritas kaum zu unterscheiden.
“Moralischer Kapitalismus”, nächste Folge: warum man kaputt machen muss, was den Profit kaputt macht.
Deutschlands erfolgreichste Krimireihe zeigt immer öfter antikapitalistische Sozialschmonzetten statt spannender Ganovenjagd: Zurück bitte auf Los, zurück zum Kerngeschäft!
Der Finanzkapitalismus hat keine Legitimität mehr. Auch die Spirale, mit der Staaten sich über Anleihen in immer größere Schulden geliehen haben, ist zu Ende gedreht. Es muss Schluss sein mit jeder Rhetorik, die uns anderes vormachen will.