Im Bereich Internationale Politik der Körber-Stiftung leitet sie unter anderem den Körber Dialogue Middle East. Zuvor hat Nora Müller als Länder-Referentin für Israel und Jordanien im Nahost-Referat des Auswärtigen Amtes gearbeitet. Sie lebt in Berlin.
1955 in Salgau geboren, wuchs er in Ankara auf. Oehring studierte Kultur und Geschichte des Nahen Orients und der Rechtswissenschaft in München. Als FES-Stipendiat war er 1981 bis 1982 in Istanbul. 1983 promovierte er an der LMU München über „Die Türkei im Spannungsfeld extremer Ideologien (1973-1980)“. Von 2001 bis September 2012 war er in Aachen Leiter der Fachstelle Menschenrechte bei missio, dem Internationalen Katholischen Missionswerk. Seit 2012 ist er für die Konrad-Adenauer-Stiftung Leiter des Auslandsbüros Jordanien und kommissarischer Leiter des Regionalprogramms Golf-Staaten.
Während al-Assad sich in Syrien an der Macht zu halten scheint, steigt in Jordanien der Druck. König Abdullah muss die Monarchie reformieren, fürchtet dabei aber das Erstarken der Muslimbrüder im Land.
Die Menschen in Jordanien gehen auf die Straße – doch sie wollen nicht den König stürzen, sondern endlich wieder günstigen Treibstoff. Und der Monarch wird ihnen geben, wonach sie rufen.
Die Regierung mag sich gehalten haben, doch in Jordanien sorgt der Arabische Frühling für politischen Druck. Das Land kann seine Bürger nicht mehr ignorieren – und muss sich daher politisch neu orientieren.
Die israelische Rechte wittert ihre Chance: Kommt es zur Abstimmung vor der UN, werden die Osloer Verträge außer Kraft gesetzt. Der Staat Palästina wäre wohl gestorben. Jetzt ist die Kreativabteilung der internationalen Politik gefragt: Wir dürfen das Feld nicht den Extremisten beider Seiten überlassen.