Der ehemalige japanische Premierminister (2009-2010) war bereits mehrfach Vorsitzender der Demokratischen Partei Japans (DPJ). Hatoyama studierte in Stanford und arbeitete später an der Senshū-Universität. Seine politische Karriere begann er in der LDP-Partei, deren mehr als 50 Jahre andauernde Vorherrschaft im japanischen Parlament er bei den Wahlen 2009 mit seiner DPJ-Partei brach.
Eine prosperierende Weltwirtschaft erfordert neue Formen der internationalen Zusammenarbeit, auch in Fernost. Tatsächlich wird Dank der neuen Regierung die japanische Außenpolitik neu justiert. Langfristig könnte dies zu einem gemeinsamen Binnenmarkt mit China führen.
Imperialismus, Kommunismus, Revolution: Ausdrücke, die im japanischen Sprachgebrauch geprägt wurden, und ihren nach Weg nach China fanden. Die Sprachen Chinas und Japans haben sich über Jahrhunderte gegenseitig beeinflusst. Und tauschten so auch Ideen und politische Konzepte aus. Doch damit ist jetzt Schluss: Die Zukunft gehört der chinesischen Kultur.
Chinesen sind als Arbeitskräfte gern gesehene Gäste im Nachbarland Japan. Doch die Bedingungen sind oft katastrophal – einen Arbeitsschutz gibt es nicht. In der Bevölkerung Japans will man das nicht hören.
Im Interview mit The European spricht der Asien-Experte Professor Eberhard Sandschneider über neue Wege in der japanischen Außenpolitik, asiatische Wurzeln – und warum ein Tandem Peking-Tokio noch in weiter Ferne liegt. Das Gespräch führte Tobias Betz.
Die japanische Tragikomödie “Nokan” entwickelt sich zum Überraschungserfolg des Kinowinters. Sie wartet auf mit skurrilen Charakteren und einer morbiden Geschichte, ist aber auch eine Parabel auf das Wesen der Kunst.
Hohes Risiko bedeutet hohes Wachstum. Zu lange hat diese Haltung die Finanzmärkte bestimmt. Doch wir sollten nach der Finanzkrise nicht in einen Regulierungswahn verfallen. Stattdessen brauchen wir neue Werte und Definitionen. Wachstum ist nur dann gut, wenn es nachhaltig und sozial erreicht wird.
Japan und überall: Bei jeder Katastrophe versorgen uns Nachrichtenticker mit den Schreckensmeldungen. Wird so die Neugier gestillt oder nur das Nervenkostüm gekitzelt? Siegt der Sport über den Journalismus?
Längst ist die drohende Atom-Katastrophe in Japan auch in Deutschland Wahlkampf-Thema. Zumindest in einem Punkt haben die dramatischen Ereignisse des Wochenendes auch etwas Gutes: Wir sind uns nun sicher, dass Atomkraftwerke niemals sicher sind. Zeit, den Irrtum einzugestehen.
Es ist seltsam, bei vielen Kommentatoren der Japan-Krise meint man herauszulesen, dass die Katastrophe eine Rache der Natur sei. Der Mensch als Hautkrankheit der Erde scheint eine beinahe mehrheitsfähige Auffassung zu sein. Doch wie mit solch einer Diagnose umgehen?