Kulturrelativismus ist gefährlich. Laut und stolz müssen wir sagen, dass unsere freiheitlich demokratische Grundordnung besser ist als ein islamistischer Gottesstaat. Mit einer etwaigen Leitkultur aber ist diese Grundordnung nicht vereinbar.
Das Geschrei um die Scharia besteht auf einem Missverständnis. Tatsächlich brauchen sich Deutsche vor der Scharia nicht mehr zu ängstigen als vor rabbinischen Schiedsgerichten oder der Eheberatung der evangelischen Kirche.
Die neuen Machthaber in den arabischen Ländern bestätigen oftmals die Ängste im Westen. Doch der Umgang mit den Islamisten braucht lediglich Nüchternheit und klare Grundsätze.
In Tunesien wird gewählt – zum ersten Mal seit der Revolution. Gelingt den Tunesiern der Beitritt in den internationalen Klub der Demokratien, oder scheitert das Experiment Démocratie à la tunisienne an den Islamisten?
Eine Falschmeldung aus Ägypten sorgt für Aufregung – und zeigt, wie leicht uns die Tyrannei des Augenblicks den passenden Rahmen vergessen lässt.
An der Spitze Ägyptens steht künftig der Kandidat der Muslimbruderschaft. Der politische Islam gewinnt weiter an Einfluss. Ein Appell für mehr Realismus.
Die Muslimbrüder sind eine der mächtigsten Organisationen der islamischen Welt. Das macht sie zum gefürchteten Gegner und machtvollen Verbündeten. Sie sind auch in Deutschland aktiv, beobachtet vom Verfassungsschutz.
Am Wandel des islamistischen Vordenkers Hasan al-Turabi zeigt sich das weltweite Umdenken der Radikalreligiösen. Statt Revolution bevorzugen sie Demokratie – jedoch nicht Jeffersons Vorstellung von Volksherrschaft.