„Es hilft nichts, das Recht auf seiner Seite zu haben. Man muss auch mit der Justiz rechnen.“ Dieter Hildebrandt
Unser Kolumnist weiß nicht, was diesen Sarazzin so aufregt: Die Lösung des Integrationsproblems liegt doch auf der Hand. Die Deutschen müssen sich einfach ins Migrantenvolk integrieren. Dann wird alles gut.
Rechtspopulistische Parteien in Europa erleben einen Aufschwung, indem sie gegen eine angebliche “Islamisierung” Europas mobilmachen und sich als Verteidiger der europäischen Identität gegenüber einer Kultur gerieren, die sie als minderwertig und nicht anpassungsfähig erachten. Es wäre schade, wenn Europa nur durch diesen negativen Nativismus zu sich selbst fände.
Aufgewachsen ist sie in Tunesien, studiert hat sie dann in Deutschland. Seitdem publiziert Khadija Katja Wöhler-Khalfallah über die Ursachen des islamischen Fundamentalismus und die Vernetzungen fundamentalistischer Bewegungen in den Heimatländern bis hin nach Deutschland. Ihr jüngstes Werk „Islamischer Fundamentalismus: von der Urgemeinde bis zur deutschen Islamkonferenz“ ist 2009 beim Verlag Hans Schiler erschienen.
In Deutschland und Europa finden sich die sogenannten Gutmenschen nicht nur im linken politischen Spektrum. Vielmehr ist auch konservativen und libertären Kreisen eine zunehmende Verachtung für wirklich freiheitliche Gesellschaftssysteme zu eigen.
Islamisten haben auf den Straßen von Kairo ihr Revier markiert. Moderate Kräfte und Liberale müssen jetzt clever agieren, wenn sie sich mit den Forderungen nach weiterem Wandel nicht in den eigenen Fuß schießen wollen.
Die Blütezeit des Arabischen Frühlings ist vorbei. Die aktuelle Ruhe ist trügerisch: Die verbliebenen Regime stehen auf tönernen Füßen, die Gefahr der Re-Islamisierung bleibt hoch. Ein Narr, wer dabei optimistisch bleibt.