Sie wurde 1984 in Port au Prince/Haiti geboren und wuchs später in Südhessen auf. Während ihres Studiums der Islamwissenschaft in Berlin war sie für die Vanity Fair und das Deutsch Magazin tätig und sammelte journalistische Erfahrungen bei der Berliner Morgenpost. Später war Louisa Löwenstein für die Press Relations der Berliner Galerie Cream Contemporary zuständig und wirkte bei einigen Filmprojekten mit. Bei The European ist sie Leiterin des Bildressorts. Außerdem arbeitet sie als freie Fotografin, Autorin und Medienberaterin.
Die Berliner Anwältin und Autorin deutsch-türkischer Herkunft ist eine engagierte Frauenrechtlerin. Ateş war sowohl Mitglied der Deutschen Islamkonferenz als auch des Integrationsgipfels. Ihre zahlreichen Bücher, in denen sie sich kritisch mit dem Islam auseinandersetzt, wurden kontrovers diskutiert. 1984 entkam Ateş nur knapp einem Attentat, seitdem bekommt sie immer wieder Morddrohungen.
Seyran Ateş ist mit den Grünen derzeit nicht grün, obwohl sie einst sogar Mitglied war. Auf ihre Parteikritik gab es bereits ein geteiltes Echo. Nun antwortet die Autorin auf The European, warum sie von der Integrationspolitik der Grünen so enttäuscht ist. Sie warnt davor, die Augen vor konservativen islamischen Kräften zu verschließen – und wehrt sich dagegen, als Nazi beschimpft zu werden.
Seyran Ateş hat recht! Selbst in unserer ach so freiheitlich-demokratischen Gesellschaft ist eine offene Diskussion nicht erwünscht. Ein Plädoyer für den Tabubruch.
Die deutsch-türkische Anwältin und Schriftstellerin Seyran Ateş kämpft für die Rechte muslimischer Frauen und entfacht damit den Zorn islamischer Fundamentalisten. Nach jüngsten Morddrohungen hat Ateş sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Im Interview mit The European spricht sie über Doppelmoral, Körperfeindlichkeit, Männerängste und darüber, warum sie sich einen islamischen Oswald Kolle wünscht. Das Interview führte Guido Walter.
Die neue Bundesregierung hat eine einheitliche Strategie, um mit rechtem, linkem und islamistischem Extremismus umzugehen. Das ist fatal, meint Uwe-Karsten Heye. Wir brauchen differenzierte Antworten für unterschiedliche extremistische Haltungen.
Mit Pakistan eine moderne und moderate Religionsausübung zu verbinden, käme heutzutage den wenigsten Menschen in den Sinn. Doch ein Blick in die pakistanische Geschichte fördert die Sehnsucht der Menschen nach einem offenen Islam zutage.
Die Muslimbrüder sind eine der mächtigsten Organisationen der islamischen Welt. Das macht sie zum gefürchteten Gegner und machtvollen Verbündeten. Sie sind auch in Deutschland aktiv, beobachtet vom Verfassungsschutz.
Die deutsche Nachkriegsgeschichte könnte ein Beispiel dafür sein, wie der Westen heutzutage mit dem Islamismus umgehen könnte: Er muss ein glaubwürdiges Versprechen geben, dass er ein besseres Leben zu bieten hat.