Um den Kunden bei Laune zu halten und ihn vor allem immer wieder zu überraschen, muss sich ein Interior Designer stets etwas Neues einfallen lassen. Ungewöhnlich, individuell, besonders lautet der Anspruch, auch bei der Fußbodengestaltung. Wie wäre es mit Kamelleder? Nicht als Teppich, sondern großflächig gefliest …
Die Journalistin arbeitete nach ihrer Ausbildung an der Hamburger Axel-Springer-Journalistenschule für die „Bild“-Zeitung als Chefreporterin in Berlin, danach wechselte sie zum Fernsehen: Redakteurin bei Premiere und bei Thomas Gottschalks „late night show“ (RTL) in München. In Zeitungen und Zeitschriften wie „Gala“, „GQ“, „Welt am Sonntag“ veröffentlichte Birgit von Heintze Lifestyle- und Kulturthemen. 1997 gründete die gut vernetzte Geschäftsfrau ihre eigene Firma für Interior Design, eröffnete in Berlin einen Showroom und richtet seither Privatwohnungen und Geschäftsräume ein.
Das Jetsetdasein eines Inneneinrichters hat auch seine Schattenseiten – vor allem, wenn es in Ibiza 39 Grad heiß ist und der Schatten von einer 1,80-Blondine geworfen wird.
Was vor kurzem noch als spießig und gestrig galt, ist heute der heimliche neue Trend. Mustertapeten im Retrolook, Sitzmöbel im Blümchendekor: Vintage (engl. traditionell, klassisch, altmodisch) – in der Mode schon länger etabliert – erobert jetzt auch die deutsche Wohnkultur. Omas gute Stube erlebt ein Revival!
Das Fußballfieber erlebt derzeit seinen dekorativen Höhepunkt in den deutschen Wohnzimmern. Von der Kuscheldecke in Schwarz-Rot-Gold bis hin zur passenden Nackenrolle, schwarz-rot-goldene Fußmatten oder auch gern die Spielfeldversion in Grün-Weiß: Die Einrichtung wird derzeit bestimmt von der Ballkultur. Am Samstag geht’s leider nur noch um den dritten Platz, trotzdem sollten wir alles geben.
In den 70er und 80er Jahren stand die Farbe Gold für einen bestimmten sozialen Status. Wer einen goldfarbenen Mercedes fuhr, goldene Wasserhähne sein Eigen nannte und die Gattin mit gold geknöpften Escada-Kostümen ausstattete, der glaubte, es geschafft zu haben. Gold als Attribut der Neureichen. Nun erlebt die bis dato allgemein als Geschmacksverirrung geltende Farbe ein Revival auf hohem Niveau.
Fachmessen – z.B. für Interior-Design – sind kein Freizeitpark für Jedermann. Und auch kein Einkaufstripp durchs Schlaraffenland. Sie ziehen aber durchaus Privatleute an, die dort agieren frei nach dem Motto “Shop till you drop”.
Wer glaubt, die Auftraggeber von Interior-Designern residierten ausschließlich in Riesenvillen und Nobelvierteln, der irrt. Warum sollte der Service eines Inneneinrichters nur einigen wenigen vorbehalten sein, wenn’s scheinbar allerorts Bedarf gibt? Manchmal sind es kleine Dinge, die stören, deren Umgestaltung den Bewohner aber aus Zeitgründen, mangels Konzept oder passender Idee überfordert.
Der Deutschen Lieblingsinsel ist der nördlichste Punkt der Republik, keine 40 Kilometer lang, an ihrer schmalsten Stelle nur 400 Meter breit. Aber vom Preisniveau her der teuerste Fleck des Landes. Und was den Immobilienmarkt betrifft, einer der teuersten Europas. Oh Sylt, du schöne lukrative Perle der Nordsee.
Wissen Sie, was ein Hamburger Knochen ist? Es ist weder eine neu aufgelegte Variante des “Hamburgers” noch ein Spezialrezept von Mutti und auch kein Spezial-Leckerli für den Wauzi. Aber als kontroverses Gesprächsthema durchaus geeignet, sich daran die Zähne auszubeißen.