Aus sportlicher Sicht war die Fußball-WM für Südafrika kein großer Erfolg, doch das Land profitiert von seinem neuen Image. Ein Gespräch mit dem Botschafter Dieter Haller über die Hoffnungen im Vorfeld der Weltmeisterschaft, über die Rolle Südafrikas als Gastgeber und die Frage, für welche Mannschaft ein Botschafter eigentlich die Daumen drückt. Die Fragen stellte Franziska Prinz.
Bund und Länder ächzen unter gewaltigen finanziellen Anforderungen, und doch wird an allen Ecken und Enden gespart. Nur der Kammmolch, der ist uns 50 Millionen Euro wert. Nicht, weil er so selten wäre, sondern einfach, weil er da ist. Denn: Mit weniger als 100 Prozent ist unser Naturschutzrecht nicht zufrieden. Schluss mit dem Wahnsinn!
Wer den Schaden verursacht, muss seine Behebung auch bezahlen. Das Verursacherprinzip hat sich bewährt, denn es fördert den Artenschutz – und auch den Erhalt der Natur für kommende Generationen. Wer den Molch schützt, hilft also auch den Menschen.
Telefonbücher dicker als die Encyclopædia Britannica: Wenn es das Zusammenleben von Dutzenden Millionen Menschen in einer Stadt zu organisieren gilt, ist ein Adressverzeichnis noch das kleinste Problem. Wie die Megacitys der kommenden Dekaden gestaltet sein müssen, darüber wird schon heute heftig gestritten. Von Reißbrettutopie bis Slumapokalypse ist alles möglich.
Megastädte werden überschätzt. Die Städte der Zukunft werden sich weniger über die Ballung von Macht und Menschen definieren als über die Einbindung in globale Netzwerke und die effiziente Nutzung von vorhandenen Ressourcen. Klein, aber fein ist das Motto des 21. Jahrhunderts.
Das Projekt Stuttgart 21 bietet enorme Chancen für die gesamte Region – nicht nur für die Unternehmen, die daran verdienen. Es ist ein Großprojekt, das auf Grundlage bekannter Tatsachen von allen Gremien abgesegnet wurde. Jetzt einen Baustopp zu fordern verdreht den Rechtsstaat.
“Stuttgart 21” muss sofort gestoppt werden. Der harte Polizeieinsatz gegen Gegner des Bauprojekts ist nicht zu rechtfertigen und zeigt eine völlige Überreaktion der Landesregierung. Die Lage ist nunmehr so verfahren, dass jetzt nur mit einem Ruhen der Arbeiten weitere Gewalt zu verhindern ist.
Die Vorteile von Stuttgart 21 liegen auf der Hand. Jetzt muss gebaut werden. Der Widerstand ist keine Ursache von mangelnder Kommunikation. Aber die Politik muss sich bewusst machen, dass bei zukünftigen Großprojekten die Bürger wieder das Sagen haben wollen.
Warum protestiert ihr? Stuttgart 21 wurde demokratisch beschlossen und bietet der Region nur Vorteile. Und auch die Unterstützer kommen aus der Mitte der Gesellschaft. Wer jetzt gegen das Projekt demonstriert, sollte auch einmal die Argumente der anderen Seite hören.
Stuttgart 21 wurde demokratisch beschlossen. Solche Entscheidungen sind in einem Rechtsstaat bindend. Unabhängig davon bietet das Projekt der Stadt Stuttgart, dem Land Baden-Württemberg und ganz Deutschland große Chancen, die wir nicht vergeben sollten. Daher muss die Kommunikation noch weiter ausgebaut werden, um das Projekt besser zu erläutern.